Wechsel an der Spitze des Auswärtigen Amts: Johann Wadephul tritt Nachfolge an
Mit einer Neuausrichtung der deutschen Außenpolitik betritt Johann Wadephul, der neue Außenminister aus den Reihen der CDU, die Bühne der internationalen Diplomatie. Nach der Amtsübergabe von Annalena Baerbock betonte Wadephul die Notwendigkeit, sich auf die Sicherheit, wirtschaftliche Interessen und geopolitische Realitäten zu fokussieren. Während Baerbocks Amtszeit durch ihre wertegeleitete Politik geprägt war, plant Wadephul einen nüchternen und pragmatischen Ansatz, um den Wohlstand und die Freiheit Deutschlands sowie Europas zu sichern.
Seine Antrittsreisen führen ihn zunächst nach Frankreich, Polen und Israel, wobei er in Warschau am informellen Treffen der EU-Außenminister teilnimmt. Dies wird der erste offizielle Schritt des gebürtigen Husumers sein, seit fast 60 Jahren den ersten CDU-Außenministerposten zu bekleiden. Unterstützung erhält er dabei von Kanzler Friedrich Merz, der die Bedeutung dieser diplomatischen Beziehungen im ARD-'Brennpunkt' hervorhob.
Baerbock, die eine emotional gefärbte Abschiedsrede hielt, reflektierte humorvoll über ihre feministische Außenpolitik. Sie bemerkte ironisch, wie Wadephuls rosa Krawatte hervorragend zum Kleid ihres Nachfolgers und dem von Staatsminister Florian Hahn passe. Dies sei ein subtiler Hinweis der Union darauf, dass feministische Elemente in der Außenpolitik nicht gänzlich verschwinden, sondern fortgeführt werden, wenn auch in zurückhaltenderer Manier.

