Vossloh überzeugt trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten
Vossloh, ein führendes Unternehmen im Bereich Bahntechnologie, hat im dritten Quartal dieses Jahres positiv überrascht. Trotz zunehmender globaler Unsicherheiten bleibt der Markt für Bahninfrastruktur stabil, erklärte der Vorstandsvorsitzende Oliver Schuster. Erfreulich sei die ungebrochene Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von Vossloh. Schuster bekräftigte die Jahresziele, die im Zuge der Übernahme des französischen Unternehmens Sateba Anfang Oktober angepasst wurden.
An der Börse zeigte sich die Vossloh-Aktie dynamisch: Nach einem Anstieg von 5 Prozent kurz nach Handelsbeginn schwächte sich das Kurswachstum etwas ab. Zuletzt stand die Aktie mit einem Plus von 2 Prozent bei 78,80 Euro, deutlich entfernt von dem mehrjährigen Hoch von über 95 Euro, das im Juli erreicht wurde. Das Allzeithoch aus dem Jahr 2011 bei nahezu 100 Euro bleibt noch in weiter Ferne. Dennoch konnte die Aktie seit Jahresbeginn einen beeindruckenden Wertzuwachs von über 80 Prozent verzeichnen.
Der Umsatz von Vossloh kletterte in den drei Monaten bis Ende September um 9 Prozent auf 326 Millionen Euro. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) blieben 31 Millionen Euro – ein Anstieg von über 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen übertrafen die Erwartungen von Analysten. Gleichzeitig verschlechterte sich das Konzernergebnis leicht auf 16,5 Millionen Euro. Hier spielten höhere Zinsaufwendungen eine Rolle.
Laut Jefferies-Analyst Fabian Piasta weist der Quartalsbericht auf eine erfolgreiche Beschleunigung in der zweiten Jahreshälfte hin. Vossloh scheint auf einem guten Weg zu sein, die aktualisierten Jahresprognosen zu erfüllen. Dennoch dürften die Erwartungen des Marktes eher am unteren Ende der angekündigten Spannen liegen, was auf die saisonale Schwäche im vierten Quartal und Verzögerungen bei der Sateba-Transaktion zurückzuführen ist.

