Vorübergehende Grenzkontrollen: Polen verstärkt Sicherheitsmaßnahmen an deutscher Grenze
Polen intensiviert die Kontrollen an seiner Grenze zu Deutschland mit dem Start vorübergehender Maßnahmen, die heute anlaufen. An insgesamt 52 Übergängen wird der polnische Grenzschutz stichprobenartige Überprüfungen durchführen, wobei der Fokus auf Bussen, Kleinbussen und Pkw mit vielen Insassen sowie Fahrzeugen mit getönten Scheiben liegt.
Die Kontrollen sind zunächst bis zum 5. August geplant und erfordern von Reisenden, dass sie einen gültigen Personalausweis oder Reisepass vorzeigen. Nach der Einführung erweiterter deutscher Kontrollmaßnahmen zur Eindämmung irregulärer Migration seit Oktober 2023 reagiert Polen mit einer eigenen Verschärfung.
Die Mitte-Links-Regierung in Warschau begründet diesen Schritt mit dem Handlungsbedarf aufgrund deutscher Initiativen an den Grenzen. Hintergrund dieser Maßnahme ist ein Beschluss des deutschen Bundesinnenministers Alexander Dobrindt (CSU) kurz nach der Amtsübernahme der neuen Bundesregierung im Mai.
Er ordnete nicht nur intensivere Kontrollen an, sondern legte auch fest, dass Asylsuchende direkt an der Grenze zurückgewiesen werden können. Besonders die Asylpraktiken Deutschlands stoßen in Polen auf Kritik und sorgen für Spannungen in den bilateralen Beziehungen.

