1.000 Modul-Etikettiermaschinen in weniger als zehn Jahren: von der Branchenrevolution zur Serienproduktion

28. Mai 2026, 16:54 Uhr · Quelle: Pressebox
1.000 Modul-Etikettiermaschinen in weniger als zehn Jahren: von der Branchenrevolution zur Serienproduktion
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Die tausendste Krones Ergomodul geht an die Weinkellerei Lenz Moser aus Österreich
Krones hat die tausendste Ergomodul-Etikettiermaschine verkauft. Sie geht an die österreichische Weinkellerei Lenz Moser.

Neutraubling, 28.05.2026 (PresseBox) - Die Wurzeln von Krones liegen in der Etikettiertechnik – und genau in dieser Technologie beweist Krones seit jeher Weitblick und Innovationsgeist. 2026 feiert Krones hier gleich mehrere Jubiläen: 75 Jahre Etikettiertechnik, 25 Jahre Modul-Etikettiermaschine und die tausendste verkaufte Ergomodul.

Doch zurück zum Anfang: 1951 baute Firmengründer Hermann Kronseder die erste halbautomatische Etikettiermaschine – und entwickelte das Maschinenportfolio infolgedessen fortlaufend weiter. 2001 präsentierte Krones dem Markt ein weiteres Novum: die erste Modul-Etikettiermaschine, mit der sich Nass- und Selbstklebe-Etiketten auf einer Maschine verarbeiten ließen. Für die Kunden bedeutete dies vor allem Pluspunkte bei Flexibilität und Kosten. Krones selbst profitierte von einer deutlich reduzierten Varianz im Portfolio. Im Laufe des nächsten Jahrzehnts wurde die Plattform stetig überarbeitet und optimiert. 2017 ging dann die neue EM-Baureihe in Serie, mit der Ergomodul als Hightech-Modell (EM = Ergonomic Model).

Ergomodul als Branchenstandard

Die Ergomodul ist eine Kombination aus hochflexibler, säulenloser Basismaschine mit freistehenden, wechselbaren Aggregaten, und zwar für sämtliche Etikettierarten: Blattetiketten mit Kalt- oder Heißleim, sowie Rollenetiketten mit Heißleim oder selbstklebend.

Das Andocken der Aggregate erfolgt unkompliziert nach dem Plug-and-Label-Prinzip. Alle notwendigen Schnittstellen für Luft, Wasser, Strom und Daten sind an die Andockstationen der Grundmaschine integriert, was den Bedienaufwand erheblich reduziert, die Umrüstzeiten verkürzt und so die Maschineneffizienz steigert. Der säulenlose Karussellbereich sorgt zudem für eine einfache Reinigbarkeit der Maschine, gleichzeitig wird die Ergonomie für das Bedienpersonal dadurch deutlich verbessert wird.

Auch in puncto Nachhaltigkeit überzeugt die Ergomodul – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen kommen durchgängig energieeffiziente, enviro zertifizierte Servoantriebe zum Einsatz, zum anderen lassen sich dank der jahrzehntelangen Erfahrung von Krones im Bereich Etikettiertechnologie auch dünnste Etiketten mit einer Stärke von nur wenigen Zehntelmillimetern zuverlässig verarbeiten.

Digitalisierung als Treiber für Weiterentwicklungen

Seit seiner Serienreife im Jahr 2017 überarbeitete Krones die Ergomodul kontinuierlich weiter. Heute lässt sie sich sowohl als Einzelmaschine als auch in Verbindung mit sämtlichen Blockvarianten bei Krones in eine Glas- oder PET-Linie integrieren.

Einer der größten Entwicklungstreiber in jüngster Vergangenheit war die Digitalisierung. So lässt sich die Maschine beispielsweise an Shopfloor Guidance anbinden. Dabei sendet die Ergomodul automatisch Meldungen an das Tool, wenn ein manueller Eingriff erforderlich ist. Mit Hilfe von Predictive Maintenance können dann auch Abweichungen im Maschinenverhalten frühzeitig erkannt werden. Shopfloor Guidance kann diese Informationen nutzen, um rechtzeitig Handlungsempfehlungen für das Wartungspersonal (oder Bediener und Instandhaltung) bereitzustellen, bevor es zu einem Stillstand kommt. Alles in allem also eine deutliche Erleichterung für das Bedienpersonal.

Für maximale Autarkie und Automatisierung ist im Rahmen der neuen Liniengeneration Ingeniq die Ergomodul (als Teil des ErgoBloc L) mit einer sogenannten Label Supply Unit erhältlich, bei der eine Roboterzelle automatisch Etiketten bereitstellt, nachlegt und verklebt – und das bei voller Geschwindigkeit.

Tausendste Ergomodul stattet Weinflaschen aus

Heute ist im Schnitt jede zweite verkaufte Rundläufer-Etikettiermaschine eine Ergomodul – aktuell steht die tausendste Maschine dieses Typs in der Neutraublinger Produktionshalle. Ihre künftigen Besitzer von der österreichischen Weinkellerei Lenz Moser statteten ihrer neuen Etikettiermaschine einen Besuch anlässlich des Factory Acceptance Tests ab. „Krones und uns verbindet ein gemeinsames Mindset: Wir stellen Qualität, Tradition und Fortschritt in den Mittelpunkt“, erklärt Matthias Ritzberger, Vorstand der Weinkellerei Lenz Moser. „Mit der neuen Etikettiermaschine erzielen wir sicherlich einen Quantensprung bei der Ausstattung unserer Flaschen: Das Druckbild ist besser, der Auftrag der Etiketten ist präziser und wir können verschiedenste Etikettenarten aufbringen und so unsere Flaschen veredeln. Es ist schön, die Maschine jetzt erstmals laufen zu sehen und wir freuen uns schon auf die Inbetriebnahme bei uns in Rohrendorf bei Krems.“ Integriert wird die Ergomodul, gemeinsam mit weiteren Neumaschinen im Trockenteil, ab Sommer dann in eine vorhandene Krones Linie. Sie soll künftig 18.000 Glasflaschen pro Stunde mit Selbstklebeetiketten ausstatten, und zwar in Behältergrößen zwischen 0,25 bis 1,0 Liter.

Maschinenbau / Etikettiertechnik / Krones / Ergomodul / Lenz Moser / Digitalisierung / Weinproduktion
[pressebox.de] · 28.05.2026 · 16:54 Uhr
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