Vivendi-Aktien florieren nach AMF-Beschluss
Die Aktie von Vivendi erlebt einen signifikanten Aufschwung, nachdem die französische Finanzaufsichtsbehörde AMF erklärte, dass Vincent Bolloré und seine Holdinggesellschaft Bolloré SE bei der letztjährigen Abspaltung des Medienunternehmens den anderen Anteilseignern ein öffentliches Übernahmeangebot hätten unterbreiten müssen. Die Nachricht ließ die Wertpapiere am Freitag um mehr als 12 Prozent steigen.
Diese neue Entwicklung könnte weitreichende Folgen für Vivendi haben, da Bolloré, der fast 30 Prozent der verbleibenden Anteile an dem Unternehmen hält, nun aufgefordert ist, ein Angebot zur vollständigen Übernahme vorzulegen. Ein solches Angebot könnte bedeutende Auswirkungen für die Minderheitsaktionäre von Vivendi haben. Sollte eine ausreichende Anzahl von ihnen das Übernahmeangebot annehmen, besteht die Möglichkeit, dass Vivendi von der Börse genommen wird.
Unklar bleibt jedoch, wie hoch das Mindestangebot von Bolloré sein muss. Zudem bleibt abzuwarten, ob er gegen die Entscheidung der AMF Berufung einlegt. Dies sind alles Entwicklungen, die die Anleger genau beobachten werden, während sich die politische Spannung um die Zukunft von Vivendi weiter entfaltet.

