Formel 1

Verstappen trotzt Chaos in der Rutsch-Qualifikaton von Baku

20. September 2025, 17:01 Uhr · Quelle: dpa
Max Verstappen meisterte das rutschige Qualifying in Baku und sicherte die Pole Position. Ob das Wetter den Rennsonntag erneut chaotisch macht, bleibt spannend.

Baku (dpa) - Sechsmal Rote Flaggen, reihenweise Unfälle: Nicht mal vom Wind- und dem Rutschchaos auf dem schnellen Stadtkurs von Baku hat sich Max Verstappen vom Pole-Kurs abbringen lassen. Der 27 Jahre alte Niederländer sicherte sich nervenstark den besten Startplatz für den Großen Preis von Aserbaidschan mit dem Schlusspunkt einer packenden K.o.-Ausscheidung. «Ein ziemlich langes Qualifying», meinte Verstappen angesichts der zwei Stunden - üblicherweise dauert es eine Stunde. «Die letzte Runde musste einfach sitzen.»

Und das tat sie bei Verstappens 46. Polefahrt. Ob es nun auch für den Sieg an diesem Sonntag (13.00 Uhr/Sky) reicht, nachdem Verstappen zuletzt in Monza von Startplatz eins den Großen Preis von Italien gewonnen hatte, bleibt abzuwarten. Es könnte aber vor allem wieder chaotisch werden: Das Wetter soll so sein, wie es am Samstag auch war. Und das auf einem Kurs, der an seiner engsten Stelle nicht mal acht Meter breit und umringt ist von Mauern.

Die Gemengelage führte dann auch zu einer äußerst überraschenden Reihenfolge nach Verstappen: Zweiter wurde Carlos Sainz im Williams. Auf Platz drei fuhr Liam Lawson im Wagen der Racing Bulls vor Kimi Antonelli im Mercedes. Lando Norris, der aktuelle WM-Zweite, schaffte es im McLaren nur auf Platz sieben. Teamkollege Oscar Piastri, der im Klassement 31 Punkte vor Norris und 94 vor Verstappen liegt, kam nicht über Platz neun hinaus und wrackte seinen Wagen auch noch. Eigentlich wollen die beiden an diesem Wochenende den Team-Titel schon fix machen. 

Auch der Serien-Pole-Setter von Baku landet in den Barrikaden

Wenige Minuten vor dem Ende erwischte es aber auch noch den WM-Spitzenreiter. Piastri steckte mit seinem McLaren in der Streckenbegrenzung. Der Pole-Mann der vergangenen vier Jahre - Charles Leclerc - hatte es vorher nicht besser gemacht. Auch sein Ferrari war so kaputt, dass es nicht mehr weiterging. Platz zehn in der Qualifikation. Zu schaffen machte allen der starke und vor allem sich immer wieder drehende Wind. Hinzu kamen leichter Regen und äußerst rutschige weiße Randstreifen. 

So richtig klar war nicht, wer die größten Chancen auf die Pole haben würde. Im Training am Freitag hatte ausgerechnet das McLaren-Duo auch schon Probleme und touchierte mal mehr (Norris), mal weniger (Piastri) heftig die Streckenmauer. 

Einen starken Eindruck hinterließ im Training am Freitag indes Lewis Hamilton. Dass Ferrari auf einer Runde eine gewisse Tendenz hat, machte in den vergangenen vier Jahren Teamkollege Leclerc deutlich. Er holte sich jedesmal die Pole – nur gewinnen konnte er auf dem Kurs noch nie.

Der kurze Auftritt des einzigen Deutschen 

Für zusätzliche Spannung sorgte früh der einzige deutsche Fahrer: Nico Hülkenberg bekam eine der engen Kurven nicht und krachte mit der Front seines Saubers in die Streckenbegrenzung. Der Frontflügel blieb liegen, Hülkenberg musste an die Box, das Training wurde unterbrochen. Gute sechs Minuten waren noch zu fahren und als es wieder losging, herrschte Hochbetrieb.

Die, die alle infrage kommen würden für den besten Startplatz, zogen unbeirrt in den zweiten K.o.-Abschnitt ein. Hülkenberg schaffte es indes nicht als 17. «Ich habe überhaupt keine guten Runden erwischt», sagte der 38-Jährige dem Bezahlsender Sky: «Einfach nicht sauber. Fehler in den Runden gehabt und zu Recht raus.»

Immer wieder musste das Qualifying unterbrochen werden, weil ein Wagen geborgen werden musste. Keine schweren Einschläge, aber genug, damit die Autos liegen blieben. Zu viel Zockerei konnte sich daher auch keiner der Topfahrer leisten. Die schnellste Runde legte nun Verstappen hin vor Norris. Piastri touchierte mit seinem McLaren bei einem Versuch ebenfalls schon wieder die Streckenmauer, kam aber als Dritter locker weiter, auch Leclerc zog in die Top Ten ein. 

Hamilton mit Kritik an der Reifen-Strategie von Ferrari

Dafür erwischte es Hamilton. Am Freitag noch der Schnellste, scheiterte er, als es drauf ankam. Nur Platz zwölf für den Rekordweltmeister. «Ich bin so enttäuscht. Ich dachte heute, ich könnte um die Pole mitfahren», sagte er und bemängelte die Reifenstrategie. «Wir hatten einfach nicht den richtigen Reifen drauf. Es war hart.»

Und dann erwischte es auch noch den zweiten Ferrari: Leclerc fuhr geradeaus mitten in die Streckenbegrenzung. «Leute, es ist definitiv zu rutschig», hatte unmittelbar zuvor Verstappen an seinen Kommandostand gefunkt: «Es regnet.» 

Vorne stand nun in der Ergebnisliste auf einmal Sainz, der im Auto flehte: «Lass uns tanzen, damit es noch mehr regnet.» Würde er sensationell die Pole holen? Nachdem Leclercs ziemlich demolierter Ferrari geborgen war, ging es weiter. So schnell sollte es aber auch nicht gehen, denn nun leistete sich Piastri seinen Crash. «Wahrscheinlich habe ich es ein bisschen zu stark gewollt», sagte er: «Ich habe zu spät gebremst: Enttäuschend.» Erst recht, weil Verstappen, der viermalige Champion und Titelverteidiger danach wieder vormachte, worauf es ankommt.

Motorsport / Formel 1 / GP Aserbaidschan / Aserbaidschan
20.09.2025 · 17:01 Uhr
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