Pilotprozess abgeschlossen: Neuer CO₂-Rechner unterstützt Destinationen bei der klimabewussten Gästekommunikation

09. Dezember 2025, 18:01 Uhr · Quelle: LifePR
Pilotprozess abgeschlossen: Neuer CO₂-Rechner unterstützt Destinationen bei der klimabewussten Gästekommunikation
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Der CO₂-Rechner berücksichtigt Transport, Unterkunft, Aktivitäten und Verpflegung.
Ein innovativer CO₂-Rechner ermöglicht es Destinationen, klimarelevante Emissionen genau darzustellen. So können Gäste bewusster reisen und den Umweltschutz unterstützen.

Stuttgart, 09.12.2025 (lifePR) - Die Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele und die Nachhaltigkeitsagentur reCET create.empower.transform. haben einen gemeinsamen Pilotprozess zur Entwicklung eines neuen CO-Rechners für Gäste erfolgreich abgeschlossen. Das Tool ermöglicht Destinationen, die klimarelevanten Emissionen eines Aufenthalts transparent und einheitlich darzustellen und Gästen eine verlässliche Orientierung für bewusste Reiseentscheidungen zu bieten. Nach intensiver Entwicklungs- und Testphase steht der Rechner nun bereit und schafft erstmals eine wissenschaftlich fundierte, tourismusspezifische Grundlage für die Kommunikation von Reiseemissionen im Destinationskontext.

Ein passendes Werkzeug für einen wachsenden Informationsbedarf
Gäste erwarten zunehmend nachvollziehbare Informationen zu den Klimaauswirkungen ihres Aufenthalts. Gleichzeitig benötigen Destinationen Werkzeuge, um Emissionsquellen entlang der Reisekette sichtbar zu machen und nachhaltige Alternativen klar zu kommunizieren. Viele vorhandene CO₂-Rechner sind jedoch nicht tourismusspezifisch und beziehen sich eher auf Alltagsemissionen, methodisch zu grob oder wenig nutzerfreundlich.

Der neue Rechner setzt genau hier an. Er bildet ausschließlich reisespezifische Emissionen aus Mobilität, Beherbergung, Gastronomie und Aktivitäten ab und stützt sich auf erprobte Bilanzierungsansätze. Es werden somit jene Emissionen berücksichtigt, die durch die Inanspruchnahme touristischer Leistungen in einer Destination entstehen. Grundlage sind durchschnittliche Emissionsfaktoren für den deutschen Kontext, die in einer zentral gepflegten Datenbank hinterlegt sind. Gleichzeitig lässt sich der Rechner mit Primärdaten aus Destinationen und Betrieben anreichern. So können regionale Besonderheiten und betriebsspezifische Werte präzise abgebildet werden.

Die beim CO₂-Rechner angewendete Methode wurde bereits im Rahmen eines Pilotprozesses zur tourismusbezogenen Treibhausgasbilanzierung innerhalb der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele erfolgreich erprobt und bildet seit Jahren die Basis der Klimaarbeit von reCET in verschiedenen Destinationen.

Nutzerfreundlich, flexibel und anschlussfähig
Das Tool wurde bewusst niedrigschwellig und mobiloptimiert entwickelt. Gäste benötigen nur wenige Angaben; fehlende Werte können über Durchschnittsdaten ergänzt werden. Die klare Struktur und das nutzerfreundliche Design erleichtern die Bedienung und bereiten die Ergebnisse so auf, dass sie in den Alltag der Nutzerinnen und Nutzer übersetzt werden können.

Destinationen können das Layout an ihr Corporate Design anpassen und eigene Emissionsfaktoren integrieren, etwa aus regionalen Erhebungen oder betrieblichen Klimabilanzen. Darüber hinaus lassen sich regionale Klimaschutzprojekte direkt verlinken, sodass Gäste den ermittelten Fußabdruck unmittelbar mit einer finanziellen Beteiligung zur Kompensation verbinden können.

Erfolgreiches Gemeinschaftswerk: Pilotdestinationen bündeln Kräfte
Die Entwicklung und Testung des CO₂-Rechners erfolgte als gemeinsames Projekt unter dem Dach der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele. Unter der fachlichen Leitung von reCET mit Prof. Dr. Martin Balas und der technologischen Umsetzung durch neusta destination.one agierte eine Pilotgruppe von zehn Destinationen, die das Tool von der Konzeption bis zur finalen Erprobung begleitete.

Die Finanzierung dieses Gemeinschaftswerkes wurde gemeinschaftlich und eigenständig durch die beteiligten Destinationen getragen – ein klares Signal für den hohen Stellenwert des Themas im Netzwerk.

Pilotdestinationen waren:

Die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg brachte sich zudem für die baden-württembergischen Pilotdestinationen unterstützend ein.

Bereits jetzt liegen weitere Interessensbekundungen für eine Beteiligung im Folgeprozess vor.
„Wir freuen uns sehr, dass sich so viele Destinationen zusammengeschlossen haben, um dieses Projekt gemeinsam voranzubringen“, so Cilia Mayer, Co-Koordinatorin der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele. „Solche Kooperationen zeigen, welchen Mehrwert es hat, Kräfte zu bündeln und voneinander zu lernen. Der CO-Rechner ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir gemeinsam Lösungen entwickeln können, die in der Praxis wirklich weiterhelfen.“

Abschluss der Pilotphase und Ausblick
Die ersten Pilotdestinationen haben den Rechner bereits in ihre Websites integriert, wie beispielsweise die Uckermark und die Nordeifel. Die Rückmeldungen aus der Praxis bestätigen eine hohe Nutzerfreundlichkeit und eine reibungslose technische Einbindung.

Mit dem Abschluss der Pilotphase richten Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele und reCET den Blick nun auf die nächste Etappe: die systematische Auswertung erster Gästeerfahrungen und die fortlaufende Optimierung des Tools.

Das fachliche Ownership liegt bei reCET, während destination.one die langfristige technische Umsetzung übernimmt. Zu den nächsten Schritten gehören ein präziseres Tracking sowie die Prüfung weiterer Einsatzmöglichkeiten, etwa im Eventmanagement.

Die langfristige Sicherung des Rechners erfolgt über ein solidarisches Finanzierungsmodell. Zukünftige Lizenzgebühren – von Pilotdestinationen ebenso wie von weiteren Interessierten – fließen direkt in Wartung und Weiterentwicklung. Ab sofort steht der Rechner auch anderen Destinationen für den Erwerb offen, die ihre Klimakommunikation stärken möchten. Die Preisstruktur wird derzeit final ausgearbeitet.

Martin Balas betont: „Wichtig ist, dass der Rechner nicht mit seiner Fertigstellung endet. Er wird kontinuierlich weiterentwickelt und bleibt damit ein lebendiges und wirksames Instrument für die Klimakommunikation in Tourismusdestinationen.“

Über die Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele
Die Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele ist eine Partnerschaftsplattform von nachhaltigkeitsengagierten Destinationen des Deutschlandtourismus. Ziel der Initiative ist es, Kräfte und Ideen zu bündeln, sich auf Augenhöhe über Themen aus dem Bereich Nachhaltigkeit auszutauschen, um gemeinsam auf Arbeitsebene exzellente Lösungen zu entwickeln. Die Partner der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele vernetzen sich, um Herausforderungen gemeinsam zu meistern, Best Practices und Lessons Learned auszutauschen, sowie gemeinsame Projekte voranzutreiben, die die Umsetzung von Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus forcieren und verbreiten sollen. Institutionell ist die Geschäftsstelle der Exzellenzinitiative bei der TourCert gGmbH angesiedelt.

Über reCET create.empower.transform.
reCET ist eine Nachhaltigkeitsagentur mit Fokus auf Tourismus, Kultur und gesellschaftliche Transformation. Sie unterstützt Menschen in Organisationen dabei, ihre Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten. Durch gemeinsame Prozesse schafft reCET Raum für neue Denkweisen, aktive Netzwerke und nachhaltige Entscheidungen.

Martin Balas gilt als Spezialist für Nachhaltigen Tourismus, Nachhaltigkeitsstandards und insbesondere eine Nachhaltige Destinationsentwicklung in Deutschland und Europa. Er hat bereits mehr als 100 verschiedene Nachhaltigkeitsprojekte auf allen Akteursebenen (von lokal, national bis international) umgesetzt und ist Professor für Nachhaltiges Destinationsmanagement an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde.

Reisen & Urlaub / Nachhaltigkeit / CO2-Rechner / Tourismus / Klimaschutz
[lifepr.de] · 09.12.2025 · 18:01 Uhr
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