Verschollenes Wrack: Neue Spur im mysteriösen Flugzeugabsturz von 1968

In einem der geheimnisvollsten Flugzeugunglücke der Luftfahrtgeschichte sind nach fast sechs Jahrzehnten neue Erkenntnisse aufgetaucht. Polizeitaucher haben Teile des 1968 abgestürzten Air-France-Flugs vor der Küste Nizzas in einer Tiefe von 2.300 Metern entdeckt. Die Justiz untersucht nun weiterhin die Möglichkeit, dass die Maschine versehentlich von den französischen Streitkräften abgeschossen wurde – eine Theorie, die seit Jahrzehnten die öffentliche Debatte prägt.
Laut den Staatsanwaltschaft in Nizza fokussiert sich die Untersuchung auf das Heck und die Triebwerke des einstigen Air-France-Flugzeugs. Diese können entweder vor Ort eingehend untersucht oder eventuell geborgen werden, um mehr über die Unglücksursache zu erfahren. Bereits 2018 wurde die Hypothese eines versehentlichen Raketenabschusses ernsthaft in Betracht gezogen, jedoch brachte die Freigabe geheimer Militärdokumente keine endgültige Klarheit.
Die Nachforschungen stehen unter dem Verdacht, dass zivile und militärische Behörden versucht haben könnten, die Wahrheit über die Absturzursache zu verschleiern. Insbesondere sind Dokumente und Zeugenberichte verschwunden, die entscheidende Informationen liefern könnten. Ein Bericht der Zeitung 'Libération' im letzten Jahr unterstrich, dass sowohl materielle Beweismittel als auch Zeugenaussagen auf eine mögliche Vertuschung hindeuten. Der mysteriöse Absturz am 11. September 1968, bei dem alle 95 Insassen ums Leben kamen, bleibt bis heute ein schmerzhaftes Kapitel der französischen Geschichte. Die Frage, ob das linke Triebwerk durch eine Armee-Rakete getroffen wurde, ist nach wie vor offen. Ob sich nach mehr als einem halben Jahrhundert Spuren an den jetzt georteten Triebwerken finden lassen, bleibt Gegenstand fortgesetzter Ermittlungen.

