Vermögensaufbau, der wirklich klappt: ETF-Sparpläne

10. Januar 2023, 08:44 Uhr · Quelle: klamm.de
Vermögensaufbau, der wirklich klappt: ETF-Sparpläne
Foto: Unsplash

Eine Möglichkeit, für den Ruhestand zu sparen, ist ein Sparplan mit börsengehandelten Fonds (ETF). Bislang kennen diese Option nur wenige Sparfüchse, denn Tages- und/oder Festgeld sind in Deutschland deutlich gefragter. Doch durch die niedrige Guthabenverzinsung werden sie zunehmend unattraktiver. Zeit, in Sachen Sparen umzudenken und sich mit planerischem Geschick die Renditen zu sichern.

Das ETF-Einmaleins

Mit ETFs können diversifizierte Portfolios von Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren investiert werden, die wie Einzelaktien auf dem freien Markt gehandelt werden. Durch den gewollt fehlenden Fokus auf nur ein Finanzprodukt sind ETFs deutlich risikoloser und deshalb auch für vorsichtige Sparer geeignet. Darüber hinaus bieten sie noch einen weiteren Vorteil: Nahezu jeder kann schon unter 50 Euro in sie investieren. Wie ein ETF Depot Vergleich zeigt, gibt es viele Pläne bereits ab 20 bzw. 25 Euro pro Ausführung mit maximaler Flexibilität. Wer möchte, kann beispielsweise (kostenfrei) die Sparrate erhöhen, die Ausführung auf Wunsch aussetzen oder einen weiteren Sparplan integrieren.

So kinderleicht wird der ETF-Sparplan zusammengestellt

Abhängig vom gewählten Depot-Anbieter stehen zahlreiche Titel für den Sparplan zur Auswahl. Um die richtige auszuwählen, ist das individuelle Sparziel gefragt. Wie viel soll tatsächlich nach einer bestimmten Zeit auf der Habenseite stehen und welche Risikobereitschaft bringen Sparplan-Inhabende dafür mit?

Häufig geben auch Depot-Anbieter wertvolle Tipps, welche ETFs gerade gute Renditen liefern. Internationale Aktien-ETFs wie der Vanguard FTSE All-World ex-US (NYSEARCA: VEU) bieten ein Engagement in anderen globalen Märkten und können zur Diversifizierung des Depots beitragen und bilden die Entwicklungen auf dem gesamten Markt ab. Auch, wenn es in einer Branche einmal Renditeeinbrüche gibt, werden sie durch die globale Diversifikation aufgefangen, sodass die Verluste weniger stark ausfallen.

Festverzinsliche ETFs wie iShares Core U.S. Aggregate Bond (NYSEARCA: AGG) bieten eine gute Alternative für alle, die weniger risikobereit sind. Mithilfe dieser ETFs winkt eine nahezu regelmäßige Zins- oder Dividendenzahlung, die beispielsweise erneut in weitere ETFs investiert werden könnte.

Tipp: ETF-Sparplan-Inhabende können sich auch auf bestimmte Sektoren oder Branchen konzentrieren. Hierfür stehen bei den Depot-Anbietern sogar viele spezialisierte Sektor-ETFs (beispielsweise Technologie, Gesundheitswesen, Energie oder Basiskonsumgüter) zur Verfügung.

ETF-Sparplan oder Tagesgeld: Wo gibt es die größere Rendite?

Bei der Berechnung der erwarteten Rendite für den ETF-Sparplan sind einige Faktoren zu berücksichtigen. Vor allem entscheidet die geschickte Auswahl der ETFs darüber, ob die Gewinne tatsächlich im ein- oder sogar zweistelligen Prozentbereich liegen.

Die Erfahrungen zeigen außerdem, dass die hohen Gewinne vor allem dann erreicht werden, wenn ETF-Sparplan-Inhabende auch bereit sind, ein höheres Risiko einzugehen. Wer sich für ein ausbalanciertes Portfolio entscheidet und langfristig orientiert agiert, kann laut Experten Durchschnittsrenditen zwischen vier und sechs Prozent jährlich erzielen.

Damit sind die Gewinnmöglichkeiten deutlich höher als die Verzinsung (aktuell) bei Tages- und Festgeld. Lange mussten Sparer damit leben, dass sie für ihr Guthaben auf dem Konto gar keine oder Zinsvergütungen unter einem Prozent erhielten. Einige Banken erhoben sogar Negativzinsen bei einem größeren Sparguthaben, sodass die Kontoinhaber sogar noch bestraft wurden. Dank der Anhebung des Leitzinses sind diese Zeiten (vorerst) vorbei. Mittlerweile haben viele Banken den Negativzins sogar abgeschafft und spendieren wieder Zinsgutschriften zwischen einem und zwei Prozent. Dennoch sind die geschickt zusammengestellten ETF-Sparpläne noch immer deutlich attraktiver als die bloße Verzinsung auf dem Konto.

Allerdings gibt es beim Tages- und/oder Festgeld ein geringeres Risiko. Auch müssen Sparer hier keine Auswahl an möglichen Finanzprodukten treffen, sondern lehnen sich zurück und lassen sich die Zinsen gutschreiben. Wem das längerfristig zu langweilig und vor allem zu unrentabel ist, der sollte sich mit den ETF-Sparplänen auseinandersetzen.

Wie hoch sollte die Rate bei einem ETF-Sparplan sein?

Bei den meisten Depots lassen sich die Raten für die Sparpläne flexibel ab ca. 25 Euro wählen. Wie viel pro Ausführung tatsächlich angespart werden kann, hängt von den individuellen Einkommensverhältnissen ab. Experten empfehlen, eine Sparrate zwischen fünf und zehn Prozent des Monatseinkommens für einen langfristig rentablen Anlageerfolg einzubringen. Bei 2.000 Euro monatlich macht das eine ETF-Sparplan-Rate von ca. 200 Euro. Erzielt die Zusammenstellung eine durchschnittliche Rendite von vier Prozent jährlich, während das schon mehr als 190 Euro pro Jahr beträgt.

Zum direkten Vergleich dazu: Gäbe es eine Guthabenverzinsung beim Festgeld in Höhe von 1,5 Prozent jährlich, würde das bei zwölf Monaten und einem Gesamtbetrag von 2.400 Euro einmaliger Anlage nur ca. 36 Euro ausmachen.

Finanzen / Geldanlage / ETF
10.01.2023 · 08:44 Uhr
[0 Kommentare]
Anzeige
Börsenbeben: Meta pumpt 60 Milliarden in AMD – Aktie schießt senkrecht
Ein 60-Milliarden-Dollar-Paket definiert die Machtverhältnisse im Chip-Sektor neu AMD hat einen massiven strategischen Erfolg verbucht, der die Dominanz von Nvidia im KI-Sektor herausfordert. Der Konzern wird in den kommenden fünf Jahren KI-Prozessoren im Wert von bis zu 60 Milliarden Dollar an den Facebook-Mutterkonzern Meta liefern. Die Reaktion der […] (00)
vor 44 Minuten
Hausarzt
Wiesbaden (dpa) - In Deutschland arbeiten immer mehr ausländische Ärztinnen und Ärzte. Laut Statistischem Bundesamt hatten 64.000 oder 13 Prozent aller Mediziner im Jahr 2024 keine deutsche Staatsangehörigkeit. Zehn Jahre zuvor waren es erst 30.000 beziehungsweise 7 Prozent gewesen.  121.000 aus dem Ausland zugewanderte Ärztinnen und Ärzte arbeiteten […] (09)
vor 7 Minuten
Ashley Tisdale
(BANG) - Ashley Tisdale nimmt sich regelmäßige Auszeiten von Social Media, weil das Online-Leben ihr Gehirn "wirklich ermüdet". Die 40-jährige Schauspielerin – die kürzlich einen Essay für 'The Cut' schrieb, in dem sie über den Bruch mit ihrer "toxischen" Mütter-Freundesgruppe berichtete – sprach offen über ihr Verhältnis zu Plattformen wie Instagram […] (00)
vor 2 Stunden
Die Meta Apps Instagram, Facebook und WhatsApp
Berlin (dpa/tmn) - Meta behält sich vor, auch Daten von Nichtnutzern zu verarbeiten. Das passiert dann, wenn diese von Nutzenden über die Funktionen «Hochladen von Kontakten» oder «Synchronisieren von Kontakten» hochgeladen werden.  Diese Funktionen sind besser bekannt als Freunde-Finder und kommen sowohl auf Facebook und Instagram als auch beim […] (00)
vor 2 Stunden
Saints Row dürfte tot sein! Embracer ignoriert Wiederbelebungsvorschlag des Urgesteins
Es gibt Spielereihen, die trotz aller Rückschläge eine treue Anhängerschaft behalten. Saints Row ist so eine Reihe – und genau deshalb tut die jüngste Neuigkeit besonders weh. Chris Stockman, der Designdirektor des allerersten Teils, hatte monatelang an einem Konzept gearbeitet, das der Franchise neues Leben einhauchen sollte. Doch statt einer Antwort […] (00)
vor 16 Minuten
Jessie Buckley
(BANG) - Jessie Buckley ist überzeugt, dass ihre Rolle in 'Hamnet' "absolut" von 'The Bride! Es lebe die Braut' beeinflusst wurde. Die irische Schauspielerin erzählte, dass zwischen den beiden Filmen nur "zwei Wochen" lagen. Zuvor hatte sie die Braut von Frankensteins Monster gespielt, bevor sie in dem Historiendrama William Shakespeares Ehefrau Agnes […] (00)
vor 2 Stunden
Nico Schlotterbeck (l) und Emre Can
Dortmund (dpa) - Bei Borussia Dortmund werden vor dem Playoff-Rückspiel in der Champions League bei Atalanta Bergamo am Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN) die Personalsorgen scheinbar weniger. Beim Abschlusstraining tags zuvor stand neben dem zuletzt angeschlagenen Nico Schlotterbeck auch der längere Zeit verletzte Emre Can wieder auf dem Platz.  Während der 15 […] (00)
vor 1 Stunde
Die Krux mit der Verlustleistung: Turbo, Power und TDP erklärt
Puchheim, 24.02.2026 (PresseBox) - Die Leistungsaufnahme moderner Prozessoren ist ein häufiges Thema bei der Auslegung industrieller Rechnersysteme. Besonders bei kompakten oder lüfterlosen Embedded Lösungen stellt sich oft die Frage, welche Taktfrequenzen im realen Dauerbetrieb tatsächlich erreicht werden können und warum ein Prozessor unter bestimmten […] (00)
vor 1 Stunde
 
Alarmstufe Rot: US-Notenbank droht mit Zins-Hammer statt erhoffter Wende
Die Hoffnungen der Wall Street auf eine rasche Lockerung der Geldpolitik haben einen […] (01)
Der österreichische Aktienmarkt hat die Woche positiv begonnen und trotz globaler […] (00)
Der Start in die Handelswoche gestaltete sich für den Dax verhalten. Ein Rückgang von […] (00)
Frankfurter Börse
Frankfurt/Main - Der Dax ist am Dienstagmorgen schwächer in den Handelstag gestartet. […] (00)
«Yellowjackets»-Macher verlängern bei Paramount Television Studios
Ashley Lyle und Bart Nickerson schließen einen Overall-Deal ab. Mit der Serie geht es in Kürze […] (00)
Manuel Neuer
München (dpa) - Manuel Neuer hat früher als erwartet wieder das Training aufgenommen […] (06)
Saints Row Prequel abgelehnt: Embracer ghostet Original-Designer und die Serie stirbt
Ende 2025 schien es so, als würde Saints Row noch eine Chance bekommen. Embracer […] (00)
O2-Deutschlandzentrale
München (dpa) - Der Wegfall seines größten Kunden macht dem Mobilfunk-Anbieter O2 […] (00)
 
 
Suchbegriff