Ethereum-Kursprognose: Baut ETH eine Basis bei $1.800 oder bereitet es sich auf $1.500 vor?

Ethereum steht weiterhin unter Druck, nachdem es im Februar zu einem Ausverkauf kam. Der Kurs stabilisiert sich derzeit im Bereich der mittleren $1.800.
Die übergeordnete Struktur deutet auf eine zyklische Korrektur hin, anstatt auf einen abgeschlossenen Boden. Kurzfristig hat sich das Momentum jedoch beruhigt, und der Markt versucht, eine Basis oberhalb einer wichtigen Nachfragezone zu bilden.
Ethereum-Kursanalyse: Der Tageschart
Im Tageschart bewegt sich ETH innerhalb eines klar definierten absteigenden Kanals und befindet sich derzeit im unteren Bereich zwischen $1.800 und $1.850. Der Durchbruch unter die Unterstützungszone von $2.300 bis $2.400 und die Ablehnung weit unter den fallenden 100- und 200-Tage-Durchschnitten bestätigen einen mittelfristigen Abwärtstrend. Der tägliche RSI bleibt nahe dem überverkauften Bereich, was auf eine stark verlängerte Bewegung hinweist.
Der technische Fokus liegt auf dem horizontalen Nachfragebereich um $1.750 bis $1.800. Eine anhaltende Konsolidierung oberhalb dieses Bereichs könnte eine Erholung in Richtung $2.000 bis $2.200 ermöglichen. Ein entschiedener Verlust dieser Zone könnte jedoch den Weg zu tieferen Unterstützungen nahe $1.500 bis $1.600 und der unteren Grenze des Kanals öffnen.
ETH/USDT 4-Stunden-Chart
Im 4-Stunden-Chart wurde die frühere aufsteigende Unterstützungslinie, die vom Tiefpunkt Anfang Februar ausgeht, durchbrochen. Der Kurs konsolidiert nun knapp unter dieser Trendlinie innerhalb der gleichen Nachfragezone von $1.750 bis $1.850. Das kurzfristige Momentum ist schwach, beschleunigt sich jedoch nicht weiter nach unten. Der RSI flacht ab, was oft einer seitwärts gerichteten Konsolidierung oder einer korrektiven Erholung vorausgeht.
Solange der Markt über den jüngsten Intraday-Tiefs um die $1.750 bleibt, besteht die Möglichkeit einer Erholung in Richtung $1.900 bis $1.950, wo sich der frühere Boden der Handelsspanne und kurzfristige gleitende Durchschnitte treffen. Ein Scheitern, den Bereich um $1.780 zu verteidigen, könnte eine weitere Verkaufswelle in Richtung der nächsten Liquiditätszone unter $1.700 auslösen.
On-Chain-Analyse
Die Positionierung bei unbefristeten Futures zeigt eine deutlich defensive Haltung: Die Finanzierungsraten an den großen Börsen sind stark negativ geworden und bleiben nach dem jüngsten Rückgang unter null. Dies deutet darauf hin, dass Short-Positionen Long-Positionen bezahlen und der Derivatemarkt auf eine bärische Ausrichtung hinweist.
Diese Verschiebung folgt auf eine längere Phase überwiegend positiver Finanzierungen während des vorherigen Aufwärtstrends. Dies legt nahe, dass ein großer Teil der aktuellen Bewegung durch aggressive Short-Positionen und Long-Liquidationen angetrieben wurde, anstatt durch organischen Spot-Verkauf.
Während anhaltend negative Finanzierungen den Abwärtsdruck verstärken können, wenn die Spot-Nachfrage schwach bleibt, schaffen sie in Kombination mit einem überverkauften technischen Hintergrund auch die Voraussetzungen für einen Short Squeeze, sollte sich der Preis stabilisieren und Käufer in der aktuellen Unterstützungszone auftreten.

