Unsicherheit bei Zöllen belastet Dax leicht – Commerzbank und Aurubis glänzen

Der Start in die Handelswoche gestaltete sich für den Dax verhalten. Ein Rückgang von 0,59 Prozent auf 25.112 Punkte war die Folge eines diffusen Marktumfeldes und Sorgen um neue US-Zölle. Trotz eines verbesserten Ifo-Geschäftsklimas blieben klare positive Impulse aus. Damit gerät das Mitte Januar erreichte Rekordhoch von 25.507 Punkten etwas aus dem Blick, während die psychologische Marke von 25.000 Punkten weiterhin Bestand hat.
Einen Rückgang verbuchte auch der MDax, der um 0,69 Prozent auf 31.604 Punkte sank. Der EuroStoxx 50 verzeichnete nach einer Phase der Rekordjagd einen kleinen Verlust von 0,2 Prozent. Diese Entwicklung folgte einer positiveren Reaktion am letzten Freitagnachmittag auf das Urteil des US Supreme Courts, die viele US-Zölle als unzulässig erklärte. Marktanalyst Christian Henke von IG Broker verweist auf anhaltende Unsicherheiten im Zollstreit und mögliche US-Militäraktionen gegen Iran. Gleichzeitig richtet sich das Augenmerk der Investoren auf die bevorstehenden Zahlen des Chipgiganten Nvidia am Mittwochabend.
US-Präsident Donald Trump erhöhte die Volatilität erneut, als er trotz eines US-Gerichtsurteils neue 15-prozentige Importzölle ankündigte. Diese dynamische Situation veranlasst die EU, die wirtschaftlichen Konsequenzen zu analysieren und von den USA Klarheit zu verlangen. Technologie-, Chemie-, Automobil- und Industrietitel bleiben unter Verkaufsdruck, besonders SAP und Airbus, die markante Verluste verzeichneten.
Auch im Pharmasektor war die Stimmung gedrückt. Novo Nordisk enttäuschte mit Studiendaten zu einem neuen Abnehmmittel, was auch Gerresheimer belastete. Hochtief-Aktien sanken nach einer Analyseanpassung der Banco Santander. Dagegen waren Versorger, Telekommunikationswerte sowie Banken und Versicherer gefragt. Spitzenreiter im Dax war die Commerzbank mit einem Zugewinn von 2,3 Prozent, während Aurubis von gestiegenen Kupferpreisen profitierte und ein neues Rekordniveau erreichte.

