Verbraucherschützer alarmiert: Streit um private Parkplatzbewirtschafter eskaliert
Eine wachsende Anzahl von Beschwerden über private Parkplatzbewirtschafter in Deutschland sorgt für Aufmerksamkeit bei den Verbraucherschutzorganisationen des Landes. Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den Verbraucherschutzzentralen der Bundesländer zeigt, dass unklare Regeln, hohe Vertragsstrafen sowie Inkassoschreiben häufige Kritikpunkte sind. Besonders im Fokus stehen schrankenlose Parkplätze, die mittels Kennzeichenerfassung betrieben werden und deren Service oft schwer erreichbar ist.
Verbraucherschützer werfen den Anbietern vor, dass die Beschilderung der Geschäftsbedingungen häufig mangelhaft ist. Hohe Forderungen aufgrund von kleinen Überschreitungen der Freiparkzeit seien keine Seltenheit. Es wird von kuriosen Fällen berichtet, in denen die Parkautomaten den Autofahrern null Euro Gebühr anzeigen, obwohl die zulässige Freiparkzeit überschritten wird, was später zu erheblichen Zahlungsaufforderungen führt.
Auf der anderen Seite weisen die Unternehmen wie Mobility Hub, Park & Control oder Wemolo die Vorwürfe entschieden zurück. Sie betonen, dass ihre Systeme eine hohe Genauigkeit aufweisen und nur in einem minimalen Bruchteil der Millionen von Parkvorgängen Fehler auftreten. Laut den Anbietern entstehen diese Fehler meist durch falsche Eingaben der Nutzer, weshalb Vertragsstrafen als Abschreckung gegen Falschparken notwendig seien. Diese Sanktionen orientieren sich am öffentlichen Bußgeldkatalog und Kulanzregelungen gelten weiterhin.

