USA intensivieren Druck auf Venezuela: Geheimoperationen und Angriffe auf Schmuggler

Im angespannten Machtkampf zwischen den USA und Venezuela scheint Präsident Donald Trump die Druckschrauben weiter anzuziehen. Bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu teilte Trump mit, dass die USA kürzlich einen sogenannten „Drogenumschlagplatz“ in einem venezolanischen Hafen ins Visier genommen haben. Dabei kam es zu einer erheblichen Explosion.
Details zu möglichen Opfern sind jedoch spärlich, und die genaue Art des Angriffs bleibt unklar. Die venezolanische Regierung hat bisher nicht auf diesen Vorfall reagiert. Bereits im Vorfeld hatte Trump in einem Radiointerview andeutungsweise von einem solchen Schlag gesprochen und betont, dass die USA die besagte Einrichtung „sehr hart getroffen“ hätten.
Die „New York Times“ berichtet von einem Drohnenangriff des CIA auf eine venezolanische Kaianlage, die von der Bande Tren de Aragua für den Drogenhandel genutzt werde. Berichten zufolge waren zum Zeitpunkt der Attacke keine Personen vor Ort.
Parallel dazu gibt es Berichte über einen Brand bei dem venezolanischen Chemiekonzern Primazol in Maracaibo. Trotz Spekulationen über Zusammenhänge mit den US-Angriffen betont das Unternehmen, der Brand sei durch einen Kurzschluss verursacht worden.
Ein breiterer Kontext dieser Entwicklungen ist die Serie von US-Aktivitäten in der Region, die im Namen der Drogenbekämpfung durchgeführt werden. Die USA haben sich dabei nicht gescheut, Dutzende mutmaßlich narzotikabeladene Boote im Karibik- und Pazifikraum zu versenken. Seit Anfang Dezember kamen dabei über 100 Menschen ums Leben. Dies wirft rechtliche Fragen auf, da viele dieser Angriffe in internationalen Gewässern stattfanden.
Der jüngste militärische Schwenk der USA in die Region verstärkt den Eindruck, dass nicht nur Drogenkartelle im Fokus stehen. Experten sehen in dem Aufgebot von Kriegsschiffen und Flugzeugen eine mögliche Überdimensionierung, die eher politisch motivierte Ziele spiegeln könnte.
Manipulationen im Energiemarkt zeigen sich ebenfalls deutlich: Mehrere Öltanker wurden von den USA sichergestellt, was Venezuelas ohnehin angeschlagene Wirtschaft weiter schwächen könnte. Trump, der einen Machtwechsel in Venezuela befürwortet, ließ keinen Zweifel an seiner Haltung: Venezuelas Präsident Nicolás Maduro stehe vor seinem politischen Ende.

