US-Staatsanleihen legen leicht zu: Hoffnung auf Diplomatie im Ukraine-Konflikt
Die Kurse von US-Staatsanleihen verzeichneten am Dienstag einen leichten Anstieg, wobei der Terminkontrakt für zehnjährige Wertpapiere (T-Note-Future) um 0,17 Prozent auf 111,70 Punkte kletterte. Dies ging mit einem Rückgang der Rendite der zehnjährigen Anleihe auf 4,31 Prozent einher.
Im Zentrum des Marktinteresses bleibt der Ukraine-Konflikt. US-Präsident Donald Trump plant nach dem Gipfeltreffen in Washington ein direktes Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Staatschef Wladimir Putin. Obwohl das jüngste Treffen im Weißen Haus mit Selenskyj und europäischen Führungspersönlichkeiten noch keinen entscheidenden Durchbruch zu einem Waffenstillstand erzielen konnte, sind die Markterwartungen aufgrund der fortdauernden diplomatischen Versuche weiterhin optimistisch, so der Kommentar von Anleiheexperte Christoph Rieger von der Commerzbank.
Darüber hinaus richten sich die Augen der Investoren auf das am Donnerstag beginnende Notenbanker-Treffen in Jackson Hole. Experten der Dekabank erwarten von US-Notenbankchef Jerome Powell Hinweise auf die Arbeitsmarktdaten vom Juli sowie Aktualisierungen älterer Beschäftigungsstatistiken als mögliche Gründe für eine Neuausrichtung der Geldpolitik. Dennoch dürfte Powell die fortbestehende Unsicherheit hinsichtlich der Inflation unterstreichen, was die Hürde für eine signifikante Leitzinssenkung um 0,5 Prozentpunkte am 17. September hoch hält.

