US-Präsident Trump im Nahen Osten: Geschäfte ohne Substanz
Die jüngste Reise von US-Präsident Donald Trump in den Nahen Osten erweist sich eher als Schaufenster-Event denn als diplomatischer Durchbruch. Vielmehr scheinen geschäftliche Interessen und inszenierte Aufnahmen für die heimische und internationale Bühne im Vordergrund zu stehen.
Kritische Themen wie Menschenrechtsverletzungen durch Saudi-Arabien oder die Finanzierung von Terrorakten durch Katar bleiben unkommentiert. Saudi-Arabiens De-facto-Herrscher, Kronprinz Mohammed bin Salman, könnte seinem amerikanischen Gast einige wohlklingende Worte für die leidende palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen abringen.
Konkrete Initiativen, die den seit Jahrzehnten anhaltenden Konflikt zwischen Israel und der Hamas entschärfen könnten, sind jedoch Mangelware. Die Aussichten auf eine Deeskalation erweisen sich als gering, denn es fehlt nicht nur an Willen und Durchhaltevermögen, sondern auch an einem klaren Plan seitens Trump.
Die Parallelen zu den stockenden Verhandlungen zwischen Washington und Moskau über den anhaltenden Konflikt in der Ukraine drängen sich nahezu auf.

