US-Botschaft im Jemen öffnet wieder

05. Januar 2010, 06:55 Uhr · Quelle: dpa
Washington/Sanaa (dpa) - Die wegen befürchteter Anschläge seit Sonntag geschlossene US-Botschaft im Jemen öffnet wieder. Ungeachtet der schwierigen Sicherheitslage in dem arabischen Land werde die Vertretung in Sanaa am Dienstag wieder Besucher empfangen.

Das berichtete der Fernsehsender CNN am Montagabend (Ortszeit) unter Berufung auf einen leitenden Beamten des Außenministeriums in Washington. Neben den Botschaften der USA und Großbritanniens empfingen am Montag auch die Botschaften von Spanien, Japan und Frankreich keine Besucher mehr.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin erklärte, der Dienstbetrieb in der deutschen Botschaft werde fortgesetzt, aber die Sicherheitsvorkehrungen würden verschärft. «Die Visa-Erteilung wurde eingeschränkt, deshalb kommt es derzeit zu einem reduzierten Besucherverkehr», fügte er hinzu.

Am Montag hatte US-Außenministerin Hillary Clinton gesagt, die Lage im Jemen stelle eine Bedrohung für die ganze Welt dar. Es müsse verhindert werden, dass El Kaida das südarabische Land weiterhin als Basis für Terrorattacken nutzt. Dabei müsse die internationale Gemeinschaft die Regierung in Sanaa stärker als bisher unterstützen.

Die US-Regierung sieht die El Kaida im Jemen als Drahtzieher des versuchten Anschlags von Detroit. Am ersten Weihnachtstag hatte der 23 Jahre alter Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab versucht, in einem voll besetzten US-Passagierflugzeug kurz vor der Landung einen Sprengsatz zu zünden. Er wurde von anderen Passagieren überwältigt.

Die Regierung im Jemen bekundete Interesse an einer technischen Unterstützung im Kampf gegen El-Kaida-Terroristen. Jemenitische Anti- Terror-Einheiten töteten am Montag zwei Verdächtige. Gleichzeitig warnt die Regierung in Sanaa aber, sie werde im Kampf gegen die Terroristen keine ausländische Intervention dulden.

Washington machte klar, keine neue Front im Jemen eröffnen zu wollen. Der Terrorismusexperte des US-Heimatschutzministeriums, John Brennan, sagte dem TV-Sender Fox News, es gebe keine Pläne, amerikanische Soldaten dorthin zu schicken. Die «New York Times» berichtete am Montag unter Berufung auf Militär- und Geheimdienstkreise, dass es bereits seit drei Wochen den Verdacht auf ein geplantes Attentat gebe. Alles habe darauf hingedeutet, dass vier Selbstmord-Attentäter nach Sanaa gekommen seien, um dort westliche Ziele anzugreifen.

Konflikte / Terrorismus / Somalia / Jemen
05.01.2010 · 06:55 Uhr
[4 Kommentare]
Drohne (Archiv)
Düsseldorf - Die CDU in Nordrhein-Westfalen fordert eine bundesweit abgestimmte Strategie zur Abwehr von Bedrohungen aus der Luft. In einem Antrag für den CDU-Bundesparteitag im Februar in Stuttgart, über den das "Handelsblatt" (Montagsausgabe) berichtet, plädiert der Landesverband für die Erarbeitung einer "Nationalen Strategie zur Drohnenabwehr". […] (00)
vor 29 Minuten
Laura Maria Rypa, Pietro Lombardi
(BANG) - Laura Maria Rypa will sich die Kritik an ihrem Äußeren nicht bieten lassen. Der Influencerin folgen rund 944.000 Nutzer auf Instagram. Leider wird sie im Netz auch immer wieder zur Zielscheibe von Hass. In ihrer Story rechnete die Ex-Verlobte von Pietro Lombardi nun mit ihren Hatern ab. "Ich lese unter meinen Bikini-Bildern immer wieder […] (00)
vor 2 Stunden
Leicht gruselig: Auf Moltbook unterhalten sich KI-Agenten miteinander – Menschen dürfen mitlesen
Rund 150.000 »User« haben sich mittlerweile auf Moltbook angemeldet. Das soziale Netzwerk ist Reddit nachempfunden, doch hier gibt es keine Menschen, die aktiv an Gesprächen teilnehmen. Unsere lebendige Spezies ist nur als Zuschauer willkommen, die Unterhaltung in den thematisch sortierten Foren führen KI-Agenten nach eigener Lust und Laune. Es entstehen erstaunlich lebendige, teils emotional […] (01)
vor 19 Stunden
GTA 6: Spieler müssen sich wohl auf einen Mega-Download einstellen
Wenn du dachtest, das Warten auf GTA 6 sei das Härteste, kommt jetzt der nächste Dämpfer oder für manche vielleicht sogar die nächste Überraschung. Ein neuer Bericht sorgt gerade für Diskussionen in der Community, weil er nahelegt, dass du dich zum Release auf einen gewaltigen Download einstellen musst. Laut einem Insider-Bericht könnte Grand Theft […] (00)
vor 1 Stunde
Wenn Liebe zur Falle wird: «In fremden Händen» als beklemmender Fernsehthriller
Der Fernsehfilm der Woche erzählt eine Geschichte über Vertrauen, Manipulation und den verzweifelten Kampf einer Familie um einen geliebten Menschen. Am Montag, 2. März 2026, um 20: 15 Uhr zeigt das ZDF im Rahmen des „Der Fernsehfilm der Woche“ den Thriller In fremden Händen. Der Film ist zudem ab dem 21. Februar 2026 vorab im Streaming verfügbar. Im Mittelpunkt steht der wohlhabende Wolfgang, […] (00)
vor 1 Stunde
Horst Steffen verlässt Werder Bremen
Bremen (dpa) - Werder Bremen hat sich nach nur sieben Monaten von Trainer Horst Steffen getrennt. Der Tabellen-15. der Fußball-Bundesligist reagierte damit auf die Negativserie von zehn Spielen ohne Sieg. Nach dem 1: 1 gegen Borussia Mönchengladbach beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur noch einen Punkt. «Es war eine schwere Entscheidung, […] (01)
vor 1 Stunde
Microsoft-Aktie verliert 300 Milliarden: Panik an der Tech-Börse
Der Absturz der Lieblinge Microsoft verlor am Donnerstag rund zehn Prozent an Wert, was einem Börsenwert von mehr als 300 Milliarden Euro entspricht. Das ist in etwa die Größenordnung der gesamten Marktkapitalisierung von SAP. Auch der deutsche Softwarekonzern wurde hart getroffen. Die SAP-Aktie brach zeitweise um bis zu 16 Prozent ein und verlor […] (01)
vor 1 Stunde
Sechsmal ausgezeichnet – die M&L AG gehört auch 2026 zu den TOP 100 Innovatoren Deutschlands.
Frankfurt am Main, 01.02.2026 (PresseBox) -   Innovation lässt sich messen. Und wiederholen. Die M&L AG aus Frankfurt am Main ist 2026 erneut mit dem TOP 100-Siegel ausgezeichnet worden und zählt damit zum sechsten Mal zu den innovativsten mittelständischen Unternehmen Deutschlands. Die Auszeichnung wird im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summits […] (00)
vor 11 Stunden
 
Trumps Arktis-Ultimatum: Europa vor dem Sicherheits-Bankrott
Die Ära des bequemen NATO-Protektorats ist am 31. Januar 2026 endgültig Geschichte. […] (03)
Trumps gefährlichster Freund
Kevin Warsh liebt die große Bühne, aber er schätzt die Diskretion der Macht. Während […] (00)
Jens Spahn am 29.01.2026
Berlin - Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) spricht sich angesichts der Spannungen […] (01)
Iran (Archiv)
Teheran - Nach der EU-Entscheidung, die iranischen Revolutionsgarden als […] (01)
Arteriosklerose: Wie Antikörper gegen Plaques in den Arterien wirken können
Arteriosklerose zählt weltweit zu den häufigsten Ursachen für Herz-Kreislauf- […] (00)
Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach
Bremen (dpa) - Trainer Horst Steffen von Werder Bremen droht nach dem 1: 1 gegen […] (03)
Meta vor Gericht: New Mexico bringt erste Kindesmissbrauchsklage gegen Tech-Giganten vor eine Jury
Der Vorwurf: Profit auf Kosten von Kindern Eingereicht wurde die Klage von New […] (00)
Richard Dormer kehrt in Staffel vier von «Blue Lights» zurück
Die BAFTA-prämierte Polizeiserie aus Belfast setzt ihre Erfolgsgeschichte fort – mit alten […] (00)
 
 
Suchbegriff