US-Börsen erleben Rückschlag inmitten eines ereignisreichen Jahresendes
Die Handelswoche startete für die US-Börsen mit gedämpfter Stimmung, da sie sich gegen Ende eines ansonsten starken Aktienjahres schwächer präsentierten. Besonders der Technologiesektor zeigte Schwächen, wobei Tesla im Fokus stand. Der Nasdaq 100, der Auswahlindex für Technologiewerte, verzeichnete ein Minus von 0,46 Prozent und schloss bei 25.525,56 Punkten.
Tesla erlebte unter den "Magnificent 7" den größten Rückgang und verlor 3,3 Prozent, wobei die Papiere des E-Autobauers ihr kurz vor Weihnachten erreichtes Allzeithoch von fast 500 Dollar weiter korrigierten. Auch Nvidia, der Gigant im Bereich KI-Chips, geriet unter Druck und fiel um 1,2 Prozent.
Der marktbreite S&P 500 gab um 0,35 Prozent auf 6.905,74 Punkte nach, nachdem er am zweiten Weihnachtsfeiertag ein Rekordhoch markiert hatte. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor 0,51 Prozent und schloss bei einem Stand von 48.461,93 Punkten.
Marktbeobachter erwarten bis zum Jahreswechsel keine größeren Bewegungen, da das Handelsvolumen erfahrungsgemäß niedrig bleibt. Dennoch wird an den New Yorker Börsen bis Silvester regulär gehandelt.
Auch Aktien von Gold- und Silberminen kamen unter Druck, nachdem Anleger bei den Edelmetallen Kasse machten. Silber hatte zuvor ein Rekordhoch erklommen, während Gold knapp darunter blieb. Papiere von Pan American Silver und Newmont verloren jeweils über fünfeinhalb Prozent, während Agnico Eagle Mines noch stärker absackten. Auch Coeur Mining verzeichnete ein Minus von 4,6 Prozent.
Der jüngste Anstieg bei Silber auf ein Rekordhoch von über 84 US-Dollar wurde von erhöhter Investorennachfrage aus China ausgelöst, ebenso wie von Äußerungen des US-Milliardärs Elon Musk, der die Begeisterung für das Edelmetall befeuerte. Auf die Ankündigung chinesischer Exportbeschränkungen reagierte Musk via Twitter besorgt, da Silber in vielen industriellen Prozessen benötigt wird.
Ein weiteres Highlight des Tages war Digitalbridge, das im Mittelpunkt von Übernahmeplänen durch die japanische Softbank stand. Die Private-Equity-Gruppe, die unter anderem in Rechenzentren investiert, verzeichnete ein Kursplus von 9,6 Prozent und schloss bei 15,26 Dollar, knapp unter dem Gebot von Softbank von 16 Dollar je Aktie. Die Übernahme von Digitalbridge wird von Softbank mit einer Investition von insgesamt 4 Milliarden US-Dollar angepeilt.

