US-Arbeitsmarkt: Anpassungen rütteln an Wachstumsprognose
Die jüngsten Veröffentlichungen aus den USA bringen das Bild eines Arbeitsmarktes zutage, das deutlich weniger dynamisch ausfällt als zunächst angenommen. In den zwölf Monaten bis zum März 2025 nähert sich das Beschäftigungswachstum einem moderateren Tempo an – eine Abweichung von fast 911.000 Stellen im Vergleich zu vorherigen Berichten. Monatlich entfallen nun knapp 76.000 weniger neue Arbeitsplätze auf das Konto der US-Wirtschaft.
Eine finale Bewertung dieser Zahlen steht im kommenden Jahr an. Diese revidierten Einschätzungen des Bureau of Labor Statistics zeichnen das Bild eines Arbeitsmarktes, der sich bereits seit Längerem in einer Phase gedämpften Wachstums befindet.
Solche Signale könnten das Federal Reserve System dazu veranlassen, über eine mögliche Absenkung der Leitzinsen zu reflektieren. Erst kürzlich betonte der Fed-Vorsitzende Jerome Powell die gestiegenen Risiken innerhalb des Arbeitsmarktes und erteilte bereits Vorschusslorbeeren für eine Senkung der Kreditkosten. Auch zwei seiner Amtskollegen äußerten sich im Sinne einer Zinssenkung im kommenden Juli.
Händler setzen zumindest fest darauf, dass die Zentralbanker am 17. September derartige Geldpolitiken umsetzen werden. Die Vorzeichen waren da: enttäuschende Arbeitsmarktberichte in den Monaten zuvor und revidierte Werte, die vor allem im Juli Überraschungen bereithielten. US-Präsident Donald Trump zog aus den Entwicklungen Konsequenzen und löste die Chefin des Bureau of Labor Statistics von ihrem Amt.

