Bundesanleihen im Aufwind dank schwächerer Inflation
Die Kurse der deutschen Staatsanleihen haben sich am Mittwoch zum dritten Mal in Folge positiv entwickelt. Der Euro-Bund-Future, ein maßgeblicher Indikator für diese Papiere, erhöhte sich am späten Nachmittag um 0,25 Prozent und erreichte damit 128,06 Punkte. Zugleich sank die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 2,81 Prozent.
Experten begründen diesen Aufwärtstrend insbesondere mit der aktuellen Inflationslage in der Eurozone. Bereits am Tag zuvor waren die Anleihekurse gestiegen, da die Inflation in den führenden Volkswirtschaften der Eurozone im Dezember unter den Erwartungen geblieben war. Das Statistikamt Eurostat meldete im Tagesverlauf einen Rückgang der Eurozonen-Inflation auf 2,0 Prozent im Dezember.
Diese Zahlen könnten jedoch durch einige Sondereffekte beeinflusst sein, so die Analyse der Dekabank. Eine niedrigere Inflation könnte Spekulationen nähren, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen zur Förderung der Wirtschaft senken könnte. Dies würde wiederum die Renditen am Anleihemarkt drücken und die Kurse der Anleihen steigen lassen.

