US-Aktienmärkte trotzen drohendem Shutdown mit Stabilität
Die Anleger an den US-Börsen zeigen sich gegenüber dem potenziellen Regierungsstillstand, einem sogenannten Shutdown, bemerkenswert unbeeindruckt. Die bedeutendsten US-Indizes, darunter der Dow Jones Industrial, der S&P 500 und der Nasdaq 100, präsentieren sich im frühen Handel in New York robust und bewegen sich nur knapp unterhalb ihrer Rekordstände der Vorwoche. Sowohl für den Monat September als auch für das gesamte dritte Quartal können die Märkte bislang positive Ergebnisse verzeichnen.
Der Dow Jones Industrial steigt am Dienstag um 0,1 Prozent und erreicht 46.349 Punkte. Für den Monat September verzeichnet der Index ein Plus von knapp zwei Prozent, während das dritte Quartal mit einem Zuwachs von rund fünf Prozent abschließt.
Im Gegensatz dazu verzeichnete der S&P 500 einen leichten Rückgang von 0,1 Prozent auf 6.656 Punkte. Der Nasdaq 100, bekannt für seine Technologiewerte, verlor 0,2 Prozent und schloss mit 24.563 Zählern. Dennoch steuern beide Indizes für September beziehungsweise das dritte Quartal auf erhebliche Gewinne von fünf respektive acht Prozent zu.
Obwohl der bevorstehende Oktober von möglichen politischen Auseinandersetzungen über den US-Haushalt und einem drohenden Regierungsstillstand geprägt sein könnte, bleibt das Marktgeschehen relativ gelassen. Laut Marktanalyst Christian Henke von IG ist ein solches Szenario zwar „kein Zuckerschlecken“ für die Börsen, die übergreifenden Auswirkungen jedoch überschaubar. Ein Händler merkte an, dass Verzögerungen bei neuen Haushaltsgesetzen oftmals zu einer ähnlichen Diskussion über Stilllegungen führen, betonte jedoch, dass die laufenden Verhandlungen und ein Stillstand in dieser Woche möglicherweise tiefgreifender ausfallen könnten, als es bisher üblich ist. In der Diskussion stehen zudem potenzielle Entlassungen und verzögerte Wirtschaftsdaten-Veröffentlichungen als mögliche Folgen.

