US-Aktienmärkte trotz drohendem "Shutdown" robust
An der Wall Street bleibt die Stimmung positiv, selbst angesichts eines möglichen Regierungsstillstands in den USA. Die bedeutendsten US-Indizes zeigten sich im New Yorker Börsenhandel mit einem leichten Plus, obwohl das Geschäft insgesamt ruhig verlief. Damit bleiben sie knapp unter den Rekordhöhen der letzten Woche. Im September konnten die Indizes Gewinne verbuchen, und das dritte Quartal erwies sich ebenfalls als profitabel.
Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Anstieg von 0,18 Prozent bei 46.397,89 Punkten. Im September betrug der Gewinn des bekanntesten Index in den USA 1,9 Prozent und im gesamten dritten Quartal 5,2 Prozent.
Auch der S&P-500-Index legte um 0,41 Prozent auf 6.688,46 Punkte zu, während der Nasdaq 100 um 0,28 Prozent auf 24.679,99 Punkte stieg. Der Nasdaq-Auswahlindex, in dem hauptsächlich Technologiewerte enthalten sind, verzeichnete ein Plus von 5,4 Prozent im September und zeigte im gesamten Quartal einen kräftigen Anstieg von 8,8 Prozent.
Trotz der Aussicht auf einen von den anhaltenden US-Haushaltsstreitigkeiten geprägten Oktober bleibt die Aufregung unter Anlegern gering. Laut Christian Henke vom Handelshaus IG ist zwar ein solcher "Shutdown" keine angenehme Situation für die Märkte, doch der Einfluss auf die Börsen dürfte überschaubar bleiben.
Ein Händler verwies darauf, dass die Diskussion um eine Regierungsstilllegung regelmäßig auftritt, da neue Haushaltsgesetze erst dann verabschiedet werden, wenn die bestehenden ablaufen. Ein Stillstand wird jedoch mit zunehmender Wahrscheinlichkeit in dieser Woche erwartet, möglicherweise mit schwerwiegenderen Auswirkungen als sonst. Entlassungen durch US-Präsident Trump und Verzögerungen bei der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten sind die größten Befürchtungen.

