Smartphone in der Schublade? Warum das riskant sein kann
Berlin (dpa/tmn) - Könnte man ja nochmal irgendwann brauchen, oder? Beim ausrangierten Smartphone ist das ein naheliegender Gedanke. Wenn das Gerät allerdings jahrelang in der Schublade vor sich hinvegetiert, kann der Akku darin zur Brandgefahr werden. Ähnlich verhält es sich mit anderen Lithium-Ionen-Akkus, die über längere Zeit ungenutzt herumliegen - etwa in Gartenschuppen oder ungeheizten Garagen.
Der Grund: Verschleiß aufgrund von Alterung, Hitze und Frost können den Akkus zusetzen, so das Institut für Schadensverhütung. Es kann zu kritischen Schäden der Akkuzellen und damit schlimmstenfalls zum Brand des Akkus kommen. Der beste Schutz dagegen: Akkupflege und Entsorgung. Aber wie?
Akkus richtig lagern - so geht es
- Am besten lagert man Lithium-Ionen-Akkus mit einem Ladestand zwischen 40 und 60 Prozent ihrer Kapazität. Die Umgebung sollte Temperaturen zwischen 0 und 45 Grad haben und trocken sein.
- Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) empfiehlt darüber hinaus eine regelmäßige Kontrolle des Ladestands und gegebenenfalls Zwischenladung. Das verhindert Tiefenentladung, die den Akkus schadet.
- Akkus außerdem auf nicht brennbaren Unterlagen laden und lagern und Abstand halten zu anderen brennbaren Dingen.
Geräte und Akkus richtig entsorgen - so geht es
- Smartphones lassen sich ressourcenschonend recyceln. Funktionierende Geräte kann man etwa über Verkaufsplattformen noch gegen kleines Geld loswerden. Wichtig: Hier vorher das Gerät unbedingt auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, um persönliche Daten zu schützen.
- Die Verbraucherzentrale rät bei Smartphones eher zum Privatverkauf, da dort mit höheren Preisen zu rechnen sei als bei Verkaufsportalen.
- Hochwertigere Geräte lassen sich beim Neukauf auch gegen Verrechnung umtauschen. Wichtig: Auch hier vorher das Gerät unbedingt auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, um persönliche Daten zu schützen.
- Elektronikmärkte, Händler und auch Supermärkte ab einer bestimmten Größe und mit regelmäßigem Elektronikverkauf müssen die Geräte kostenlos zum Recycling annehmen. Man muss bei Kleingeräten auch nicht ein neues Gerät im Austausch erwerben.
- Alte Batterien, Akkus und Co. können an den örtlichen Wertstoffhöfen und Sammelstellen abgegeben werden.
Elektro- und Elektronikgeräte gehören übrigens nie in den Hausmüll. Die enthaltenen Rohstoffe sind wertvoll und sollten nicht verloren gehen. Außerdem könnten die enthaltenen Akkus die Brandgefahr in der weiteren Verarbeitung des Mülls erhöhen und gefährden Personal und Maschinen.


