UNRWA entlässt Mitarbeiter nach möglicher Beteiligung am Hamas-Massaker
Das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA hat angekündigt, mögliche Verbindungen mehrerer Mitarbeiter zu dem Massaker, das von der Hamas in Israel verübt wurde, zu untersuchen. UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini erklärte am Freitag, dass die Verträge dieser Mitarbeiter sofort gekündigt werden und eine Untersuchung eingeleitet wird, um die Wahrheit herauszufinden. Israel habe dem UNRWA Informationen über die mutmaßliche Beteiligung mehrerer Mitarbeiter übermittelt, was Lazzarini als 'schockierende Anschuldigungen' bezeichnete. In einer Erklärung betonte er, dass jeder UNRWA-Mitarbeiter, der an Terroranschlägen beteiligt war, zur Verantwortung gezogen und strafrechtlich verfolgt wird.
Auch UN-Generalsekretär António Guterres äußerte sich entsetzt über die mögliche Beteiligung der UNRWA-Mitarbeiter an den Terroranschlägen. Er drohte den Betroffenen ebenfalls mit sofortiger Entlassung und strafrechtlichen Konsequenzen, falls die Untersuchung ihre Beteiligung bestätigt.
Lazzarini betonte zudem, dass Mitarbeiter, die die Grundwerte der Vereinten Nationen verraten, auch diejenigen verraten, denen sie in Gaza und in anderen Teilen der Welt helfen sollen. In Gaza sind mehr als zwei Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Über die Details der möglichen Beteiligung der Mitarbeiter und die genaue Anzahl wurde nichts bekannt gegeben. Das UN-Hilfswerk verurteilt jedoch die 'abscheulichen Anschläge vom 7. Oktober' auf das Schärfste und fordert die Freilassung aller aus Israel entführten Geiseln.
Bei dem Massaker, das von der Hamas und anderen extremistischen Palästinensergruppen verübt wurde, wurden mehr als 1200 Menschen ermordet. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive, bei der laut Angaben der Hamas-Gesundheitsbehörde mehr als 26.000 Menschen getötet wurden. Die humanitäre Lage in Gaza ist katastrophal und setzt Israel international immer mehr unter Druck. (eulerpool-AFX)

