Unkontrolliertes Feuer bedroht Santa Monica: Evakuierungen und Schulausfälle
Ein schwerwiegender Waldbrand versetzt derzeit die Einwohner von Santa Monica in Alarmbereitschaft, nachdem er sich durch ein wohlhabendes Gebiet von Los Angeles ausgebreitet hat. Starke Winde haben die Einsatzfähigkeit von Löschflugzeugen über Nacht beeinträchtigt und befeuern zusätzlich andere Brandherde.
In Teilen des nördlichen Santa Monica wurden verpflichtende Evakuierungsbefehle ausgeweitet. Ein großflächiger Alarm in der Küstenstadt warnt die Bewohner, dass sie jederzeit zur Evakuierung aufgefordert werden können. Mit zunehmenden und schädlichen Windböen wird gerechnet, was die Bemühungen zur Eindämmung des Feuers erschwert.
Der sogenannte Palisades Fire erstreckt sich bereits auf fast 3.000 Hektar, während über Nacht zwei weitere Feuer in der Nähe von Altadena und Sylmar, südöstlich von Santa Clarita, aufgeflammt sind. Diese Brände sind ebenfalls noch nicht unter Kontrolle und haben Evakuierungen nach sich gezogen.
Der Nationale Wetterdienst hat 'Red Flag'-Warnungen herausgegeben, die sich von der Küste Zentral-Kaliforniens bis zur US-mexikanischen Grenze erstrecken. Städte wie Beverly Hills, Hollywood Hills, Malibu und das dicht besiedelte San Fernando Valley stehen vor einer 'besonders gefährlichen Situation' – dem höchsten Alarmlevel bei Bränden.
Ungefähr 30.000 Bewohner mussten am Dienstag ihre Häuser verlassen, nachdem ein Buschfeuer in der Gemeinde Pacific Palisades ausgebrochen war. Dies führte zu Panik und einem Verkehrschaos, mancherorts wurden Fahrzeuge auf engen, steilen Straßen zurückgelassen.
Lokale Fernsehsender zeigten Szenen von Flammen, die Teile der Palisades Charter High School einschlossen. Auch mehrere Explosionen waren nahe dem Campus zu hören. Gleich gegenüber sollen laut Berichten auch Teile der Palisades Elementary Charter School in Flammen aufgegangen sein.
Alle Schulen im Santa Monica und Malibu Schulbezirk sowie im Pasadena Schulbezirk bleiben am Mittwoch geschlossen. Die Winde werden voraussichtlich von Dienstag bis in den frühen Mittwochnachmittag ihren Höhepunkt erreichen, mit den stärksten Böen im San Fernando Valley und den Ausläufern der San Gabriel Mountains. Laut dem US National Weather Service könnten einzelne Böen Geschwindigkeiten von bis zu 161 km/h erreichen.
Die Entstehung des Palisades Fires fällt zusammen mit den Vorbereitungen auf einen von Meteorologen als 'lebensbedrohlich und zerstörerisch' eingestuften Santa Ana-Windsturm, der mehrere Tage anhalten könnte. Die Region hat monatelang kaum Niederschläge erhalten, wodurch Gras und Gebüsch stark feuergefährdet sind. San Diego Gas & Electric hat am Dienstagabend vorsorglich Sicherheitskürzungen der Stromversorgung durchgeführt, angesichts der erhöhten Risiken.

