Unerwarteter Rückgang von Chinas Exporten: Basiseffekt oder Vorwegnahme?
Chinas Exportsektor zeigt überraschende Schwächen, da die Ausfuhren im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent sanken, so die neueste Mitteilung der Zollbehörde in Peking. Während die Importe trotz globaler Unsicherheiten leicht um ein Prozent stiegen, blieb der Rückgang der Exporte hinter den Erwartungen der Analysten. Diese hatten lediglich ein geringes Wachstum, nicht aber ein Minus prognostiziert.
Bislang galt der chinesische Export als widerstandsfähig, trotz andauernder Handelskonflikte mit den USA. Der robuste Handel mit anderen globalen Märkten stützte bisher die Wirtschaft des Landes. Experten sehen im aktuellen Rückgang jedoch zumindest teilweise einen Basiseffekt am Werk, da der Oktober des Vorjahres mit außergewöhnlich hohen Exportzahlen beeindruckte. Zudem könnten Unternehmen, um etwaigen neuen Zöllen zuvorzukommen, Lieferungen in den vergangenen Monaten vorgezogen haben.
Neue Entwicklungen im Handelsstreit haben sich zuletzt zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping ergeben. In Gesprächen verständigten sich die Nationen auf eine leichte Milderung der Spannungen. Die USA planen eine Reduzierung der Zölle um zehn Prozent, und China zeigt Bereitschaft, den Import von US-Sojabohnen auszuweiten. Die Auswirkungen dieser Vereinbarungen auf den internationalen Handel werden sich in den kommenden Monaten zeigen.

