Unerwartete Landung: Russische Drohne auf polnischem Feld entdeckt
Auf einem Maisfeld in Polen ist offenbar eine russische Drohne abgestürzt, was neue Spannungen zwischen Moskau und den NATO-Ländern entfacht. Sollten tatsächlich russische Interessen hinter dem Absturz stecken, könnte dies die diplomatischen Beziehungen weiter belasten, so der polnische Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz. Er erklärte, dass alle NATO-Partner über den Vorfall informiert worden seien und das Außenministerium plane, Moskau offiziell zu protestieren.
Während sich die NATO betont zurückhaltend zeigt, gibt es vor Ort deutlich dramatischere Szenen zu berichten. Im kleinen Ort Osiny, südöstlich von Warschau, wurden lichtdurchflutete Aufnahmen und ein vernehmbarer Knall von einem örtlichen Nachrichtenportal veröffentlicht. Während die Explosion Fenster zerbersten ließ, blieb es zum Glück bei Sachschäden.
Die Polizei fand vor Ort lediglich verkohlte Überreste der Drohne. Ihre Technik, inklusive des Motors, soll laut Armeevertretern aus chinesischer Produktion stammen. Zwar war die an Bord befindliche Sprengladung relativ klein und möglicherweise zur Selbstzerstörung vorgesehen, doch war sie nicht zum Gefechtseinsatz gedacht. Vielmehr dürfte es sich bei der Drohne um einen Lockvogel gehandelt haben, den Russland geschickt hat, um die Luftabwehr zu testen.
Dass die Drohne unbemerkt blieb, liegt laut Armeeangaben daran, dass sie extrem niedrig flog und so die Radarüberwachung systemsicher umging. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und der Einschlagskrater misst beachtliche sechs Meter im Durchmesser. Unklarheit besteht noch darüber, ob die Explosion in der Luft oder erst am Boden stattfand.
Polen, das sich als einer der standhaftesten Unterstützer der Ukraine versteht, fühlt sich durch solche Vorfälle in seiner Sicherheitsstrategie bedroht. Der Vorfall erinnert an den Einschlag einer Rakete im November 2022 im Dorf Przewodow, bei dem zwei Menschen ihr Leben verloren.

