Umfrage enthüllt: "Buy now, pay later" birgt Risiken für Verbraucher
Eine aktuelle Erhebung der deutschen Finanzaufsicht Bafin bringt Licht ins Dunkel über die potenziellen Tücken von Zahlungsoptionen wie "Buy now, pay later" (BNPL). Die Umfrage zeigt, dass viele Nutzer insbesondere mit der Verwaltung ihrer Finanzen ins Straucheln geraten. Von den befragten Personen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren nutzen rund 20 Prozent diese moderne Zahlungsmethode beim Online-Shopping. Doch 14 Prozent dieser Gruppe haben bereits den Überblick über ausstehende Rechnungen verloren, wobei die Jüngeren unter 30 Jahren mit 24 Prozent das größte Risiko tragen.
Die Online-Umfrage, die im April 2025 mit rund 5.000 Teilnehmern durchgeführt wurde, ergab auch auffällige Konsummuster. Bemerkenswert ist, dass 46 Prozent der BNPL-Nutzer im Durchschnitt monatlich weniger als 100 Euro ausgeben. Eine weitere Gruppe von 26 Prozent tätigt Käufe zwischen 101 Euro und 200 Euro, gefolgt von 17 Prozent, die zwischen 201 Euro und 500 Euro ausgeben. Fünf Prozent der Befragten überschreiten dabei monatlich die 500-Euro-Marke. Nichts zu tun hat dies jedoch mit zufälligen Gelegenheitskäufen: Vor allem Bekleidung, Elektronik, Haushaltswaren, Möbel und Reisen zieren die Einkaufslisten der Nutzer.
Bei der Wahl dieser Zahlungsart stehen Bequemlichkeit und finanzielle Beweggründe im Vordergrund. Die Hälfte aller Nutzer, die auf Rechnung oder in gesammelten Monatsrechnungen einkaufen, nennt Bequemlichkeit als Hauptgrund. Ein Zahlungsaufschub ist für 30 Prozent entscheidend, während 16 Prozent trotz fehlender Mittel einkaufen. Die Umfrage weist auf ähnliche Trends bei Ratenzahlungen hin, da 39 Prozent der Befragten die Bequemlichkeit schätzten und bei 29 Prozent finanzielle Engpässe den Ausschlag gaben.
Die Bafin warnt jedoch: Wer bei Fälligkeit das erforderliche Geld nicht bereitstellen kann, läuft Gefahr, in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Zwölf Prozent der BNPL-Nutzer tragen Schulden von über 500 Euro mit sich. Zehn Prozent mussten sich auf die finanzielle Unterstützung von Familie oder Freunden verlassen, während sieben Prozent ihr Girokonto überzogen. Acht Prozent griffen auf ihre Kreditkarte zurück, und vier Prozent nahmen einen Kredit auf. Fünf Prozent der Teilnehmer mussten ihren Arbeitgeber um einen Gehaltsvorschuss bitten.

