Ölpreise unter Druck: Hoffnung auf Fortschritte in Ukraine-Gesprächen
Die aktuellen Entwicklungen auf dem Ölmarkt erregten am Montag erneut Wachsamkeit unter Händlern, als die Preise für die Rohölsorten WTI und Brent signifikant nachgaben und nahe ihrer Jahrestiefstände rangieren. Der Januar-Kontrakt des WTI notierte in den Abendstunden 1,04 Dollar niedriger und erreichte 56,40 Dollar, was einem Abschlag von nahezu zwei Prozent entspricht. Parallel dazu verlor Brent zeitweise fast einen Dollar und notierte bei 60,13 Dollar – ein Rückgang von 1,6 Prozent.
Diese Kursbewegungen bringen beide Ölsorten gefährlich nah an die Tiefpunkte vom vergangenen April, als US-Präsident Donald Trump die Märkte mit seinen geplanten Zollmaßnahmen verunsicherte. Laut Settlement-Preisen markierte der WTI-Future sogar ein Vier-Jahres-Tief. Beide Öl benchmarks haben im bisherigen Jahresverlauf etwa 20% an Wert eingebüßt.
Die Händlerstimmung wird zunehmend von diplomatischen Bemühungen beeinflusst, die auf ein Ende des Ukraine-Konflikts hoffen lassen, insbesondere vor dem Hintergrund der strategischen Rolle Russlands als maßgeblicher Ölproduzent. US-Präsident Trump, der kürzlich mit führenden europäischen Politikern und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sprach, berichtete von Fortschritten in den Friedensverhandlungen. 'Wir sind einer Lösung näher als je zuvor', äußerte Trump optimistisch in Washington, verwies jedoch auf die andauernde Komplexität der Verhandlungen.
In Berlin fanden zudem Beratungen über einen 20-Punkte-Friedensplan für die Ukraine statt. Die Gespräche, die seit Sonntag andauern, werden von der US-Delegation, einschließlich des Sonderbeauftragten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, geführt. Russland nimmt nicht an diesen Beratungen teil, was jedoch den Optimismus über einen möglichen Durchbruch nicht zu bremsen scheint.

