Trump's umstrittene Pläne für Washington: Proteste und Reaktionen
Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Polizeigewalt in Washington unter Bundesaufsicht zu stellen und Soldaten in der Hauptstadt zu stationieren, hat Wellen des Protests ausgelöst. In digitalen Netzwerken organisierte sich der Widerstand und man rief zu solidarischen Aktionen auf. Bürger wurden ermutigt, Plakate in ihre Fenster zu hängen und durch das abendliche Schlagen von Töpfen ihren Unmut auszudrücken. Trotz temporärer Verkehrsblockaden durch einige Dutzend Demonstranten in belebten Stadtbereichen blieb es insgesamt ruhig; breitere Proteste blieben zunächst aus. Die Maßnahme, die Trump durch ein Dekret am Montag veranlasste, sieht eine vorübergehende Unterstellung der örtlichen Polizei unter die Anordnung von Justizministerin Pam Bondi vor. Zusätzlich sollen 800 Soldaten der Nationalgarde entsendet werden, um die öffentliche Ordnung wiederherzustellen. Trump erwägt, die Zahl der Einsatzkräfte zu erhöhen, sollte dies erforderlich sein. Die rechtliche Grundlage dieser Entscheidung unterscheidet sich von dem heftig diskutierten Militäreinsatz in Los Angeles letztes Jahr. Eindringliche Stimmen der Demonstrierenden widersprechen der offiziellen Darstellung. 'So sieht Faschismus aus', erklärte eine Teilnehmerin durch ein Megafon. Robyn Galbraith, eine Demonstrantin, versicherte der Deutschen Presse-Agentur von der Sicherheit der Stadt und vermutete, dass Trumps Handlungen nur von seinen schlechten Umfrageergebnissen und innenpolitischen Herausforderungen ablenken sollen. 'Ich bin bei Tag und Nacht draußen. Hier ist es sehr sicher', betonte sie, während sie Sorge um die Zukunft ihrer Kinder unter einem zunehmend autoritären Regime äußerte.

