Trump und Powell im Clinch: Unruhe an den US-Börsen droht
Einen spannenden Wochenbeginn erleben derzeit die Anleger an den US-Börsen, wo die Stimmung durch den anhaltenden Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der Federal Reserve, Jerome Powell, getrübt wird. Trumps unablässige Kritik an der Geldpolitik der Fed scheint sich zuzuspitzen, da dem Justizministerium zufolge Vorladungen und Anklagedrohungen gegen Powell im Raum stehen. Der Vorwurf: Falschaussagen vor dem Senat im Zusammenhang mit Renovierungsprojekten der Fed in Washington. Die DZ Bank kommentiert dies als weiteren Schritt Trumps, der versucht, die amerikanische Zentralbank nach seinen Vorstellungen zu reformieren. Die Aktienmärkte reagieren bereits im Vorfeld mit Verlusten: Der Dow Jones wird vor Handelsbeginn um 0,6 Prozent niedriger bewertet, der Nasdaq 100 gar um 0,7 Prozent. Auch andere Unternehmen stehen unter Druck.
Insbesondere Kreditkartenanbieter wie Visa, Mastercard und American Express spüren Trumps Kritik, da er eine einjährige Zinsobergrenze fordert, was laut Analysten der gesamten Branche neue Rahmenbedingungen auferlegen würde. Zusätzlich beobachten Investoren gespannt die Bankenbranche, spannend vor allem wegen des Starts der Berichtsaison. Hier fielen vorbörslich die Aktien der Citigroup um 3,6 Prozent, während JP Morgan um 2,2 Prozent einbüßte.
Positive Nachrichten kamen hingegen von Walmart, dessen Aktien um stolze 3,4 Prozent zulegten. Das Unternehmen wird in den Nasdaq 100 aufgenommen und plant eine Zusammenarbeit mit Alphabet, um innovative KI-gestützte Einkaufserlebnisse zu bieten. Doch nicht alle Unternehmen erfreuen sich guter Nachrichten: Birkenstock musste aufgrund enttäuschender Quartalszahlen Einbußen von fast drei Prozent hinnehmen. Auch UnitedHealths Anteile stagnieren, da ein Senatsausschuss Fragen zu deren Umgang mit Medicare aufwirft. Einen Lichtblick gibt es bei Ani Pharmaceuticals, das einen deutlichen Kurssprung von zehn Prozent verzeichnete, nachdem die Unternehmensprognosen positiv überraschten.

