Trump kündigt Bereitschaft zu Handelsgesprächen unter Bedingungen an
US-Präsident Donald Trump signalisiert Verhandlungsbereitschaft in den Handelsgesprächen mit internationalen Partnern und zeigt sich offen für eine Diskussion über die neuen Zölle auf Importe in die USA. Diese Öffnung erfolgt jedoch unter der Bedingung, dass Fortschritte bei der Reduzierung des Handelsdefizits erzielt werden, insbesondere mit Ländern wie China und der Europäischen Union.
Nachdem er mit Schlüsselakteuren aus Europa, Asien und anderen Teilen der Welt gesprochen hat, äußerte Trump seine Entschlossenheit, die anhaltenden Handelsungleichgewichte nicht länger zu tolerieren. Entweder müsse ein Handelsüberschuss zugunsten der USA geschaffen werden, oder der Handel solle ausgewogen gestaltet sein, betonte der Präsident. Er verweist dabei auf das erhebliche Handelsdefizit der USA mit China und macht deutlich, dass eine Einigung nur dann in Betracht käme, wenn die Volksrepublik ihren Überschuss abbaut.
Trump richtete auch klare Worte an die Europäische Union, die seiner Meinung nach von den Handelsbedingungen gegenüber den USA profitiert habe. In einem schwungvollen Vergleich stellte er die Gründung der EU in den Kontext, die Vorteile auf Kosten der USA erlangen zu wollen.
In Bezug auf die nachträglichen Schwankungen an den Börsen nach der Ankündigung seines Zollpakets erklärte Trump, er ziehe keine negativen Marktreaktionen vor. Dennoch könnten derartige Maßnahmen notwendig sein, um Missstände zu korrigieren.
Das kürzlich vorgestellte Zollpaket sieht zunächst pauschale Zölle in Höhe von zehn Prozent auf fast alle Importe in die USA vor. Diesem Schritt soll ein weiterer folgen, der noch höhere Zölle für Länder vorsieht, bei denen die USA ein besonders großes Handelsdefizit ausmachen. Trumps Ziel ist es, neben einer Stärkung der heimischen Produktion, auch andere Länder zu einem Abbau ihrer Handelsbarrieren zu bewegen.

