Transatlantisches Treffen: Hoffnung auf Einigung im Zollstreit
Der drängende Zollstreit zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten erreicht einen potenziellen Wendepunkt, da sich die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und US-Präsident Donald Trump an diesem Wochenende in Schottland treffen. Vorausgegangen waren diesem Ereignis intensive Verhandlungen auf technischer und politischer Ebene, wie eine Kommissionssprecherin mitteilte. Ziel des Treffens sei es, eine Bilanz der Gespräche zu ziehen und Möglichkeiten für ein ausgewogenes Ergebnis abzuwägen, das sowohl Unternehmen als auch Verbraucher auf beiden Seiten des Atlantiks Stabilität und Vorhersehbarkeit verspricht.
In einem Beitrag auf der Plattform X äußerte sich von der Leyen optimistisch und erläuterte, dass die Entscheidung für das Treffen nach einem positiven Telefongespräch mit Trump fiel. Diskussionsschwerpunkte seien die transatlantischen Handelsbeziehungen sowie deren nachhaltige Stärkung. Auch Trump bestätigte bei seiner Ankunft in Schottland die anstehenden Gespräche mit von der Leyen und sprach von der möglichen Bedeutung eines Deals. Er betonte die hohe Wertschätzung für von der Leyen und äußerte sich hoffnungsvoll über das bevorstehende Treffen.
Während Trump die Chancen auf eine Einigung als "gute 50:50-Chance" bezeichnete, signalisierte er bereits am Mittwoch bereitwillig eine Reduzierung der angedrohten Zölle auf europäische Produkte – vorausgesetzt, die EU würde ihren Markt weiter öffnen. Begleitet wurde dieses Signal von einer Äußerung des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz, der eine baldige Einigung andeutete. Die Gespräche mit der EU finden zu einer Zeit statt, in der die USA gerade eine Übereinkunft mit Japan über verminderte Zollsätze erzielt haben und Trump vor weiteren, signifikanten Zollerhebungen gegenüber der EU warnt.

