Transatlantisches Gipfeltreffen: Trump und Putin verhandeln über den Ukraine-Konflikt
Am Vorabend des hochkarätigen Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin wächst in Europa die Spannung. Auch wenn europäische Vertreter wie Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht persönlich am Verhandlungstisch in Alaska anwesend sind, haben sie Trump klare Botschaften für die Gespräche mit auf den Weg gegeben.
Selenskyj bekräftigte, dass ein Friedensweg nur gemeinsam mit der Ukraine eingeschlagen werden könne. Er und die Unterstützer der sogenannten 'Koalition der Willigen', zu der führende Nationen wie Großbritannien, Frankreich und Japan gehören, fordern vor allem eines: Verhandlungen müssen in einer Phase des Waffenstillstands stattfinden.
Bundeskanzler Merz betonte die Bedeutung europäischer und ukrainischer Sicherheitsinteressen und hofft auf Fortschritte hin zu einem gestärkten Frieden in der Region. Auch der britische Premierminister Keir Starmer erkennt eine realistische Chance auf eine Waffenruhe und betont die Notwendigkeit, diplomatische Bemühungen mit militärischer Unterstützung für die Ukraine zu verknüpfen.
Die Europäer sind besorgt über mögliche Abmachungen zwischen Trump und Putin, die Gebietsabtretungen umfassen könnten, welche die Ukraine strikt ablehnt. Sie fordern, dass bei zukünftigen Gesprächen die Ukraine am Tisch sitzt und Sicherheitsgarantien erhält.
Präsident Trump machte vor dem Gipfel klare Ansagen: Sollte Putin keinen Schritt zum Kriegsende machen, drohe dieser mit 'sehr schwerwiegenden Konsequenzen'. Auf genauere Nachfragen zu diesen Konsequenzen gab sich Trump jedoch bedeckt. Ein Treffen zwischen Selenskyj und Putin sei in Aussicht, jedoch abhängig vom Ausgang des Gipfels.
Zur Vorbereitung des Treffens in Alaska hat die USA einige Sanktionen gegen Russen vorübergehend ausgesetzt, um die Teilnahme zu erleichtern. Der Gipfel findet auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Elmendorf-Richardson statt, wobei die USA und Russland in dieser Region durch die Beringstraße nahe beieinander liegen.
Angesichts der Zeitverschiebung wird das Treffen in Europa zu später Stunde stattfinden. Die deutschen Beamten erwarten, dass Trump entweder noch am Freitagabend oder am Samstagmorgen die Ergebnisse des Gipfels kommunizieren wird.

