Transatlantische Beziehungen: Merz appelliert an europäische Partner
Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei einem Gipfeltreffen in Albanien an die europäischen Staats- und Regierungschefs appelliert, die Verbindungen zu den USA unter Präsident Donald Trump zu pflegen. Er unterstrich die Bedeutung der USA für Europa in Bezug auf Frieden und Freiheit und betonte die Dankbarkeit Deutschlands gegenüber Amerika.
Merz äußerte, dass es von zentraler Bedeutung sei, die Anstrengungen zu maximieren, um die amerikanischen Partner weiterhin zu unterstützen. Hinsichtlich der kontroversen Diskussion um die Verteidigungsausgaben hielt sich Merz zurück. Obwohl er keine konkreten Empfehlungen über eine Erhöhung auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts aussprach, legte er den Fokus auf Effizienz und den Nutzen skalierbarer Systeme.
Zu betonen sei, dass es nicht ausreiche, einfach nur die finanziellen Mittel zu erhöhen, wenn deren Einsatz nicht optimal abgestimmt ist. Im Rahmen eines Nato-Außenministertreffens in der Türkei hatte sich Deutschland hinter die Forderungen von Trump gestellt.
Dabei wurde ein dualer Ansatz diskutiert: während 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung für militärische Infrastruktur gedacht sind, könnten 3,5 Prozent für die klassischen Verteidigungsausgaben genügen. Die Äußerungen von Außenminister Johann Wadephul (CDU) fanden beim Treffen jedoch zurückhaltende Resonanz seitens der SPD-Politiker.

