Tom Lee prognostiziert $200K Bitcoin — Peter Schiff ist skeptisch

Peter Schiff erneuert seine Kritik an Bitcoin, während Tom Lee von Fundstrat ein viel beachtetes Kursziel von $200.000 für die Kryptowährung aufstellt.
Berichten zufolge sagt Lee, dass die jüngste Schwäche des Marktes mit der Zurückhaltung der Federal Reserve zusammenhängt, die Zinssätze zu senken, während Schiff auf den jüngsten Anstieg des Goldpreises als Warnsignal für Bitcoin hinweist.
Schiff verweist auf Goldrally
In einem X-Post hob der Goldfanatiker Schiff hervor, dass das gelbe Metall in den letzten zwei Monaten um 10 % gestiegen ist und ein neues Hoch von $3.620 erreicht hat.
Der Bitcoin, fügte er hinzu, hat dem Gold nicht gefolgt, und diese Lücke beunruhigt ihn.
Permabull @fundstrat forecast Bitcoin will hit $200K by year-end, as Bitcoin is sensitive to Fed rate cuts. He said the Fed’s two-month pause is why Bitcoin hasn’t rallied over that time period. But gold rallied 10% during those two months, hitting a record $3,620 as he spoke.
— Peter Schiff (@PeterSchiff) September 8, 2025
Lees $200.000 Prognose und seine Erklärung
Tom Lee bleibt optimistisch. Er argumentiert, dass der Zustrom institutioneller Investoren Bitcoin neue "gegenzyklische Eigenschaften" verleiht und dass größere Akteure die Kurse langfristig deutlich nach oben treiben könnten.
Lee macht die jüngste Underperformance für die Fed verantwortlich und hält die $200.000 als Zahl im öffentlichen Diskurs. Sein Standpunkt macht ihn weiterhin zu einem der bekanntesten Permabullen an der Wall Street — Personen, die durchweg optimistische Prognosen abgeben.
Märkteinschätzungen und die Sichtweise der Trader
Polymarket-Nutzer scheinen von Lees Zeitplan nicht überzeugt. Zum Zeitpunkt dieses Artikels zeigen die Märkte eine 8 % Chance, dass Bitcoin in diesem Jahr $200.000 erreicht.
Die gleichen Märkte setzen eine Chance von etwa 8 % darauf, dass Bitcoin bis Ende 2025 unter $70.000 fällt. Diese Quoten deuten darauf hin, dass die Wettenden gespalten sind und dass Zielvorgaben mit Skepsis betrachtet werden.
Eine breitere Leistungsüberprüfung
Schiff verwies auch auf längerfristige Messungen. Er bemerkte, dass Bitcoin im Vergleich zu Gold in den letzten vier Jahren um 16 % gefallen ist, obwohl die Kryptowährung in diesem Zeitraum starke Gewinne gegenüber dem US-Dollar erzielte.
Er warnte davor, dass wenn "mehr Luft" aus der Bitcoin-Blase entweicht, die Renditen über vier Jahre schwach aussehen könnten. Die Idee, dass der alte Vier-Jahres-Zyklus im Zusammenhang mit den Halvings verblassen könnte, wurde in jüngeren Kommentaren von anderen Analysten aufgebracht, und diese Debatte ist im Gange.
Was kommt als nächstes für Bitcoin?
Schiff ging weiter und sagte, Bitcoin sei eher dazu geneigt, unter $100K zu fallen, als $200K zu erreichen, was einen vorsichtigen Ausblick auf die Zukunft gibt.
Diese Sichtweise macht klar, wo Schiff steht: Er betrachtet den Goldanstieg als ein Vorzeichensignal über die zukünftige Politik und glaubt, dass die Nachzüglerposition von Bitcoin kein kurzfristiger Zufall, sondern ein strukturelles Problem ist.
Lees Gegenthese ist, dass institutionelle Ströme die Art und Weise, wie Bitcoin sich im Laufe der Zeit bewegt, verändern könnten.

