Thyssenkrupp transformiert sich: Eigenständigkeit im Fokus
Thyssenkrupp plant eine umfassende Transformation und beabsichtigt, seine Geschäftsfelder nach Vorbild der bereits verselbstständigten Stahl- und Marineschiffbau-Sparten eigenständig aufzustellen. Das Unternehmen aus Essen strebt an, sich mittelfristig zu einer strategischen Konzernführungsgesellschaft mit eigenverantwortlichen Einheiten zu entwickeln. In diesem Zuge sollen Mehrheitsbeteiligungen an den Geschäftsbereichen gehalten werden. Es liegt nahe, dass diese Entwicklung zu einer potenziellen Öffnung für Drittbeteiligungen führen könnte, wie es bereits bei der Abspaltung eines Minderheitsanteils von Thyssenkrupp Marine Systems sowie dem geplanten Joint Venture der Stahlsparte der Fall ist.
In den nächsten Jahren sollen weitere Unternehmensbereiche wie Werkstoffe und Autoteile für den Kapitalmarkt fit gemacht werden. Sobald die erforderlichen Voraussetzungen gegeben sind, wird eine eigenständige Aufstellung erwartet. Ebenso steht das Segment "Decarbon Technologies", welches sich auf Technologien zur CO2-Reduzierung konzentriert, auf der Agenda zur Verselbstständigung – jedoch erst, sobald der Markt für grüne Technologien eine entsprechende Dynamik erreicht hat.
Ziel von Thyssenkrupp ist es, einen fokussierten, agilen und neu strukturierten Industriekonzern zu schaffen, in dem die Thyssenkrupp AG als strategische Konzernführungsgesellschaft fungiert. Dabei sollen starke, eigenverantwortliche Einheiten etabliert werden. Diese Neuaufstellung bietet den rund 96.000 Mitarbeitern des Konzerns eine klare und stabile Zukunftsperspektive. Arbeitsdirektor Wilfried von Rath betont, dass die Schaffung optimaler Entwicklungsvoraussetzungen den Beschäftigten von Thyssenkrupp eine sichere und vielversprechende Zukunft gewährleisten soll.

