Ölpreise im Aufwind: Geopolitische Spannungen und Angebotsrückgang treiben Nordseeöl und WTI an

Die Ölpreise haben sich zur Wochenmitte bemerkenswert nach oben bewegt. Am Nachmittag lag der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im April bei 69,77 US-Dollar, was einem Anstieg von 97 Cent im Vergleich zum Vortag entspricht. Das US-Pendant, West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März, legte um 92 Cent auf 64,88 Dollar zu.
Zentraler Treiber dieser Preisdynamik bleibt die anhaltende Irankrise. Laut einem Bericht könnte US-Präsident Donald Trump erwägen, die militärische Präsenz in der Region mit einem weiteren Flugzeugträger auszubauen. Das Onlinemagazin "Axios" zitiert den Präsidenten mit Aussagen über die Möglichkeit, eine zusätzliche Flotte in Bewegung zu setzen.
Ein Rückgang der Ölproduktion in wichtigen Förderländern wie Kasachstan, dem Iran und Venezuela verknappt das Angebot zusätzlich, wie Bloomberg unter Berufung auf die OPEC berichtet. Dies stützt die Preisentwicklung weiter. Dennoch zeigte der aktuelle US-Arbeitsmarktbericht, trotz positiver Signale, keine nennenswerten Auswirkungen auf den Ölmarkt.
Später am Nachmittag büßten die Ölpreise jedoch einen Teil ihrer zuvor erzielten Gewinne ein. In den USA wurden unerwartet hohe Rohöllagerbestände verzeichnet, während Analysten zuvor von einer Seitwärtsbewegung ausgegangen waren.

