Positive Arbeitsmarktdaten aus den USA sorgen für Unruhe an den Börsen

Die jüngsten Entwicklungen am US-Arbeitsmarkt haben spürbare Auswirkungen auf den deutschen Aktienmarkt hinterlassen. Laut Peter Graf, dem Chief Investment Officer von Amova Asset Management Americas, ist der jüngste Bericht voller positiver Überraschungen, die potenziell Befürchtungen über das Wirtschaftswachstum entkräften könnten. Dies stellt jedoch den designierten Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh vor die Herausforderung, die FOMC-Mitglieder für die Zinsreduzierungspläne des US-Präsidenten zu gewinnen. Ähnliche Bedenken äußerte auch Ralf Umlauf, Analyst der Helaba, der die neuen Daten für ein Hindernis in Bezug auf Zinssenkungserwartungen hält.
Der Dax fiel um 0,53 Prozent und schloss bei 24.856,15 Punkten, nachdem er kurzzeitig die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten ins Visier genommen hatte. Trotz der Rücksetzer bleibt der Index jedoch weiterhin unter der Bestmarke von etwas über 25.500, die im Januar aufgestellt wurde. Im Gegensatz dazu gab der EuroStoxx, der Leitindex der Eurozone, nach einem Hoch am Vortag leicht um 0,19 Prozent nach und endete bei 6.035,64 Punkten.
Während der MDax der mittelgroßen Unternehmen einen Rückgang von 1,07 Prozent auf 31.618,89 Punkte verzeichnete, konnten die Aktienmärkte in Großbritannien und der Schweiz Zugewinne verbuchen. Die führenden amerikanischen Indizes zeigten sich zum europäischen Handelsschluss indes kaum verändert, nachdem sie im Laufe des Tages schwankten.

