Steam Machine: Neuer Preis-Hinweis lässt PC-Spieler kräftig schlucken
Valve hat mit dem Steam Deck gezeigt, dass PC-Gaming nicht kompliziert wirken muss. Einschalten, Spiel starten, loslegen. Genau deshalb schauen viele Spieler jetzt so gespannt auf die kommende Steam Machine. Sie soll das Steam-Erlebnis offenbar stärker ins Wohnzimmer bringen und könnte für viele zur Alternative zwischen Konsole und Gaming-PC werden.
Doch ein neuer Preis-Hinweis dämpft jetzt die Erwartungen. Valves ursprüngliche interne Preisvorstellung soll für die Steam Machine bereits höher gelegen haben als der inzwischen erhöhte Preis des Steam Deck OLED. Genannt wird ein möglicher Startpreis von rund 800 US-Dollar (rund 700 Euro) oder mehr. Offiziell bestätigt ist dieser Preis aber nicht.
Warum dieser Preis-Hinweis so brisant ist
Laut den Angaben von Brad Lynch (via X.com) habe Valve die Steam Machine intern ursprünglich bei etwa 800 US-Dollar oder mehr gesehen. Falls Valve ähnliche Preissteigerungen wie beim Steam Deck OLED einrechnet, könnte ein Modell mit 512 GB theoretisch bei 1.040 US-Dollar (rund 900 Euro) oder mehr landen. Für eine mögliche 2-TB-Variante wird sogar ein Rechenbeispiel von 1.420 US-Dollar (rund 1250 Euro) genannt.
Wichtig ist: Das sind keine offiziellen Preise. Es sind Schätzungen auf Basis angeblicher früherer Pläne und aktueller Preisbewegungen. Trotzdem trifft der Hinweis einen Nerv. Viele hatten gehofft (obwohl das nie offiziell verkündet wurde), dass Valve die Steam Machine aggressiv bepreist und damit Druck auf klassische Konsolen macht. Genau das wirkt nun weniger sicher.
Steam Deck OLED wurde deutlich teurer
Der Preis-Hinweis fällt auch deshalb auf, weil Valve die Preise des Steam Deck OLED kürzlich spürbar erhöht hat. Der PC-Handheld kostet aktuell 780 Euro statt wie bisher 570 Euro in der 512-GB-Speicherplatz-Variante. Die Version mit 1 Terabyte liegt sogar bei 920 Euro (bisher 680 Euro). Valve begründete diese Preiserhöhungen aufgrund „gestiegener Kosten für Arbeits- und Datenspeicher“ (via SteamCommunity.com).

Für das Steam Deck OLED muss nun deutlich mehr bezahlt werden als in der Vergangenheit. – Bild: Valve
Die Steam Machine wird durchaus spannend, weil sie zwischen zwei Welten steht. Auf der einen Seite gibt es klassische Konsolen wie PS5, Xbox Series X/S und Switch 2. Sie sind vergleichsweise einfach, klar bepreist und für viele Spieler sofort verständlich. Auf der anderen Seite steht der Gaming-PC: flexibler, offener, aber oft teurer und komplizierter.
Valve könnte mit der Steam Machine genau diese Lücke schließen. Ein Gerät fürs Wohnzimmer, das Steam-Spiele bequem auf den Fernseher bringt. Kein klassischer Windows-PC, kein Selbstbau, keine lange Treibersuche. Das wäre stark. Aber der Preis entscheidet, ob diese Idee wirklich groß wird. Bei einem moderaten Preis könnte Valve Konsolenspieler neugierig machen. Bei über 1.000 Euro spricht die Steam Machine eher Enthusiasten an, die ohnehin bereit sind, mehr Geld für PC-Gaming auszugeben.
Warum Valve trotzdem eine Chance hat
Trotz der Preis-Sorgen sollte man Valve nicht unterschätzen. Das Steam Deck hat gezeigt, dass das Unternehmen Hardware und Software gut verbinden kann. SteamOS, schnelle Bibliothekszugriffe, Cloud Saves und ein konsolenähnliches Interface sind echte Vorteile. Viele Spieler wollen genau das: PC-Spiele ohne typischen PC-Stress.
Dazu kommt: Eine Steam Machine müsste nicht zwingend gegen PS5 oder Xbox Series X/S über den Preis gewinnen. Sie könnte über die Steam-Bibliothek, Mod-Support, günstigere PC-Deals und mehr Freiheit punkten. Wer bereits hunderte Spiele auf Steam besitzt, rechnet anders als jemand, der bei null beginnt.
Trotzdem bleibt der Preis der gefährlichste Punkt. Eine starke Idee kann scheitern, wenn sie zu teuer wirkt. Gerade im Wohnzimmer vergleichen viele Spieler sofort mit Konsolen. Und dort sieht ein vierstelliger Preis schnell brutal aus. Alles andere wäre derzeit eine Überraschung, die wir gerne hätten, aber so nicht kommen wird.


