Tesla präsentiert abgespeckte 'Standard'-Version des Model Y in Deutschland
Tesla geht in Deutschland mit einer neuen, günstigeren Version seines Model Y in die Offensive, um den Absatzrückgängen entgegenzuwirken. Die neue 'Standard'-Variante des beliebten Kompakt-SUVs wird zu einem Einstiegspreis von 39.990 Euro angeboten, während die nächsthöhere Ausstattungsvariante, die 'Premium', ab 49.990 Euro erhältlich ist.
Elon Musk, der exzentrische Kopf hinter Tesla, hatte einst ein noch erschwinglicheres Modell ab 25.000 US-Dollar in Aussicht gestellt. Letztlich entschied man sich jedoch, kein vollkommen neues Modell zu entwickeln, sondern auf bereits bewährte Modelle im abgespeckten Format zurückzugreifen. Ein neues Produktionsverfahren, das ursprünglich für die günstigeren Modelle angedacht war, soll stattdessen für ein zukünftiges Robotaxi-Projekt ohne Lenkräder und Pedale genutzt werden.
Die Verkaufszahlen von Tesla in Europa, insbesondere in Deutschland, sind seit geraumer Zeit rückläufig. Die Neuzulassungen in Deutschland sanken in den ersten neun Monaten des Jahres drastisch um 50 Prozent auf 14.845 Fahrzeuge. Zu den Ursachen zählen die zunehmende Konkurrenz sowie die Kontroversen um Elon Musks politische Ansichten. Im September zeigten sich allerdings leichte Verbesserungen mit einem Minus von 9,4 Prozent und über 3.400 Neuzulassungen, womit Tesla den dritten Platz im deutschen Elektroautomarkt belegte, hinter VW und Skoda.
Die neue 'Standard'-Version des Model Y unterscheidet sich von der 'Premium'-Version durch eine kürzere Reichweite von 534 Kilometern, reduzierte Ausstattung bei den Lautsprechern, ein fehlendes Display in der hinteren Sitzreihe, das Fehlen von adaptivem Fernlicht und eine schlichter gestaltete Frontpartie. Die Fahrzeuge für den europäischen Markt werden in Grünheide bei Berlin gefertigt.

