Teamviewer-Aktie unter Druck: Schwache Prognosen belasten Kurs
Ein herausforderndes Umfeld und Schwierigkeiten mit dem übernommenen britischen Softwareunternehmen 1E haben die Aktie von Teamviewer am Mittwoch auf ein Rekordtief gedrückt. Anfangs fiel der Kurs des Fernwartungsspezialisten bei hoher Handelsaktivität um mehr als 20 Prozent auf 6,41 Euro. Eine leichte Erholung setzte zwar ein, doch notierte die Aktie am Ende des Handelstages immer noch 17,7 Prozent schwächer bei 6,98 Euro.
Teamviewer hatte am Vorabend verkündet, die Prognose für den durchschnittlich jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR) senken zu müssen. Darüber hinaus könnten die Erlöse im Jahr 2025 lediglich das untere Ende der bisherigen Prognosespanne erreichen. Auch für 2026 wurde die Umsatzprognose mit 790 bis 825 Millionen Euro angepasst, was einer bescheidenen Steigerung von 2 bis 6 Prozent entspricht, während zuvor von 850 bis 870 Millionen Euro die Rede war.
Ein Händler sah das 'komplexe Zahlenwerk' des Unternehmens vielschichtig. Positiv sei die angehobene operative Profitabilität mit einer verbesserten Ebitda-Marge, jedoch wiegt die gesenkte ARR-Prognose schwerer. Abonnentenmodelle sind stark von diesem Indikator abhängig, was die Zukunftsaussichten insgesamt trübt.
Armin Kremser, Analyst der DZ-Bank, entfernte die Teamviewer-Aktie prompt aus der Liste der 'Equity Long Ideas', die langfristig vielversprechende Wertpapiere enthalten. Die starke Profitabilität, dargestellt durch eine 46-prozentige Ebitda-Marge, stand im Schatten der enttäuschenden Wachstumsprognosen für 2025 und 2026. Bereits in den letzten Quartalen war das Umsatzwachstum zurückgegangen, und diese Entwicklung setzt sich fort, vor allem wegen der schwachen Performance von 1E. Rückläufige Erlöse und größere Integrationsprobleme im Vertrieb sind zentrale Herausforderungen aus dem jüngsten Quartalsbericht.

