Subnautica 2 wird nicht länger von Krafton verlegt – das Abenteuer auf dem Alien-Ozean nimmt eine neue Wendung
Wenn ein Publisher still und heimlich von einer Steam-Seite verschwindet, dann weiß man, dass im Hintergrund ordentlich was los ist. Bei Subnautica 2 scheint genau das passiert zu sein. Das Unterwasser-Abenteuer von Unknown Worlds hat gerade einen bedeutsamen Status-Wechsel durchlaufen, der das tumultartige Kapitel zwischen den Entwicklern und dem bisherigen Publisher Krafton weiter zuspitzt. Du wirst überrascht sein, was sich hinter den Kulissen dieser bizarren Saga verborgen hat.
Das stille Verschwinden eines Publishers
Die Entdeckung mutet fast unterhaltsam an: Der Entwickler Mike Futter bemerkte auf Social Media, dass Kraftons Name aus der SteamDB-Einlistung von Subnautica 2 gestrichen wurde. An seiner Stelle prangt jetzt Unknown Worlds Entertainment als Verlag. Ein Blick auf die offizielle Steam-Seite bestätigt diese Veränderung – der Unterwasser-Survival-Titel wird nun von der Entwicklergruppe selbst verlegt. Weder Unknown Worlds noch Krafton haben sich dazu offiziell geäußert, doch solch ein stillschweigender Wechsel deutet darauf hin, dass beide Seiten sich im Guten einig wurden, zumindest für die Early-Access-Phase.
Ein Rechtsstreit voller Drama und Spannung
Die Animositäten zwischen den Parteien könnten intensiver kaum sein. Im März eskalierte der Konflikt derart, dass ein Anwalt des Studios in einem Brief an die Delaware Court of Chancery beklagte, Krafton habe den geplanten Early-Access-Start im Mai impulsiv angekündigt. Diese „eigeninteressierte Ansage“ hätte das Spiel schaden und Verwirrung in der Community stiften können. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass Gründer Ted Gill diese Ankündigung choreographieren würde – doch Krafton übernähme diesen Machtbereich eigenmächtig.
Zuvor hatte Richterin Lori Will geurteilt, dass Krafton gegen die Vereinbarung verstoßen habe, indem die Geschäftsführer entlassen und die operative Kontrolle über Unknown Worlds unrechtmäßig übernommen worden war. Gills Wiedereinsetzung als CEO war die Folge dieser richterlichen Entscheidung. Der juristische Tumult symbolisiert einen Riss zwischen Publisher-Ambitionen und kreativem Unabhängigkeitsstreben, der tiefer kaum hätte sitzen können.
Das Spiel selbst bleibt vielversprechend
Trotz des juristischen Hickhacks arbeitet Unknown Worlds unermüdlich an Subnautica 2 weiter. Der Early-Access-Start für Mai 2026 nähert sich unaufhaltsam auf PC und Xbox Series X/S an. Das Spiel wird mit 30 Euro in den Early-Access starten und verspricht tiefenwassertauglich gestaltete Abenteuer auf einem völlig neuen Alien-Ozean. In einer kürzlich veröffentlichten Video-Serie belegte der Level Designer Artyom, wie maßgeblich die Community bei der Entwicklung des ersten Subnautica und des Spin-offs Below Zero mitgewirkt hat. Diese Symbiose zwischen Entwickler und Spielerschaft soll auch weiterhin das Rückgrat der Serie bilden.
Die genaue Menge an Inhalten beim Launch sowie die Entwicklungsroadmap für die Early-Access-Phase werden noch bekannt gegeben. Mit der neuen Unabhängigkeit könnte Unknown Worlds allerdings deutlich fokussierter an ihrer Vision arbeiten – ohne unwillkommene Publisher-Einmischung.


