Studie: Arbeitgeber werben selten mit Familienfreundlichkeit

21. August 2025, 11:47 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Arbeitgeber in Deutschland betonen in Stellenanzeigen selten Familienfreundlichkeit. Die Bertelsmann-Stiftung-Studie deckt Diskrepanzen zwischen Frauen- und Männerberufen auf.

Gütersloh - Arbeitgeber in Deutschland werben in ihren Stellenanzeigen nur selten mit Familienfreundlichkeit. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor.

Das Angebot, den Umfang oder die Einteilung der Arbeitszeit selbst zu bestimmen, findet sich demnach in 37,8 Prozent der Stellenanzeigen. Familienfreundliche Angebote tauchen aber nur in 16,4 Prozent der Stellenanzeigen auf - und dies zumeist in Berufen mit hohem Frauenanteil. Zwölf Prozent der Arbeitgeber bekannten sich zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, lediglich 2,7 Prozent boten Unterstützung bei der Kinderbetreuung.

Auch die flexible Gestaltung der Arbeitszeit kommt häufig nicht vor: Nur 14 Prozent der Stellenanzeigen lassen die Bewerber den Umfang ihrer Arbeitszeit selbst wählen. 25 Prozent der Unternehmen bieten die Möglichkeit, die Arbeitsstunden in der Woche flexibel und nach eigenen Bedarfen zu verteilen.

Die Stellenanzeigen formulieren nicht nur Angebote, sondern stellen auch Erwartungen an künftige Mitarbeiter. 18 Prozent der Jobangebote verlangen, dass Bewerber in ihrem Arbeitsalltag ein hohes Maß an "Flexibilität" an den Tag legen. Zwölf Prozent der Anzeigen enthalten die Notwendigkeit, im Schichtdienst zu arbeiten. Knapp acht Prozent der Jobanzeigen fordern die Bereitschaft zu Dienstreisen und 3,6 Prozent erwarten zeitliche Verfügbarkeit, zum Beispiel Wochenendeinsätze oder Rufbereitschaft.

Große Unterschiede zeigen sich zudem beim Vergleich von Berufen mit hohem Frauenanteil und traditionellen Männerberufen. Besonders groß ist die Diskrepanz bei den Angeboten zur Wahl des Arbeitsumfangs, also bei der Möglichkeit, über die wöchentliche Arbeitszeit mitzuentscheiden. Dies wird in knapp einem Viertel (24 Prozent) der Anzeigen für bisher typische "Frauen-Berufe" wie Fachkräften für Altenpflege oder Experten in der Sozialarbeit offeriert, dagegen nur in sieben Prozent der männerdominierten Berufe. Auch Vereinbarkeit sowie Hinweise auf planbare und verlässliche Arbeitszeiten werden in frauendominierten Berufen öfter genannt.

Gleichzeitig machen die Erwartungen insbesondere in männerdominierten Berufen es Bewerbern schwer, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Stellenanzeigen für Berufe mit hohem Männeranteil weisen mit 18,6 Prozent gegenüber 13,9 Prozent in frauendominierten Berufen höhere Anforderungen an die Arbeitszeit, zum Beispiel Schichtdienst oder Rufbereitschaft, auf. Eine ähnliche Diskrepanz findet sich auch bei den Mobilitätsanforderungen.

Grundlage der Zahlen ist eine Vollerhebung von rund acht Millionen Stellenanzeigen des Jahres 2024 aus dem Jobmonitor der Bertelsmann-Stiftung. Für Trendvergleiche wurden zusätzlich Daten seit 2018 ausgewertet.

Wirtschaft / Deutschland / Arbeitsmarkt / Unternehmen
21.08.2025 · 11:47 Uhr
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