Stromausfall in Berlin: Hoffnung auf baldige Normalisierung
In Berlin steht die Beseitigung eines großflächigen Stromausfalls kurz bevor. Laut Informationen aus der Senatsinnenverwaltung hat der Netzbetreiber bereits mit der schrittweisen Wiederherstellung der Stromversorgung in den betroffenen Gebieten begonnen. Ursprünglich hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, dass bis 11:00 Uhr mit einer Rückkehr des Stroms gerechnet werden könne. Ein Sprecher von Stromnetz Berlin betonte den Einsatz zur schnellstmöglichen Normalisierung, nachdem bekannt wurde, dass der Stromausfall der längste seit dem Zweiten Weltkrieg in der Hauptstadt war.
Im September vergangenen Jahres hatte ein Brandanschlag bereits zu einer ähnlichen, rund 60-stündigen Unterbrechung geführt, von der 50.000 Haushalte betroffen waren. Jetzt werden die Bürger im Südwesten Berlins gebeten, ihre Notstromaggregate bis 10:30 Uhr abzuschalten, um den Übergang zur normalen Versorgung zu erleichtern. Während dieser Phase sind kurze Ausfälle nicht auszuschließen.
Der jüngste Vorfall mit einer Ausrufung der Großschadenslage ereignete sich nach einem Anschlag auf eine Kabelbrücke in Steglitz-Zehlendorf. Die Tat, zu der sich eine linksextremistische Gruppe bekannte, ließ zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom zurück. Insgesamt waren etwa 100.000 Menschen direkt betroffen. Noch am Mittwochmorgen waren rund 19.900 Haushalte und 850 Betriebe ohne Strom, jedoch funktionierten dank Notstromversorgung viele Supermärkte und Mobilfunkmasten wieder.
Die Ermittlungen, jetzt unter der Obhut der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, sind umfassend, ein Ergebnis bleibt jedoch ausstehend. Die Täter werden mit der Organisation "Vulkangruppen" in Verbindung gebracht, die verdächtigt werden, seit 2011 in Berlin und Brandenburg mehrfach Anschläge auf öffentliche Infrastruktur verübt zu haben. Die Bundesanwaltschaft vermutet schwere Straftaten, einschließlich verfassungsfeindlicher Sabotage und Terrorismus.
Die Berliner Politik spricht von Linksterrorismus und zeigt sich besorgt über die wiederholten Angriffe auf die Infrastruktur. Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, hoffen die Berliner auf eine zügige Rückkehr zur Normalität.

