Druck aus Washington

Mitten im Kimmel-Konflikt: Sender ABC soll Lizenzen erneuern

28. April 2026, 22:07 Uhr · Quelle: dpa
Vor dem sechsten geplanten «Starship»-Flug - Trump
Foto: Brandon Bell/Getty Images North America Pool via AP/dpa
FCC-Chef Brendan Carr (l) ist ein Vertrauter von US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)
Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel ist für Donald Trump seit Langem ein Ärgernis. Während es Streit über einen Scherz gibt, drängt die US-Regierung Kimmels Sender ABC in eine Lizenzerneuerung.

Washington (dpa) - Die US-Regierung verstärkt den Druck auf den Fernsehsender ABC, bei dem der Trump-kritische Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel auf Sendung geht. Die staatliche Telekommunikations-Aufsicht FCC zwingt mehrere ABC-Lokalsender unter anderem in New York und San Francisco zu einer vorfristigen Erneuerung ihrer Lizenzen. Sie verwies dabei auf bereits seit einem Jahr laufende Ermittlungen wegen angeblicher Diskriminierung bei den zum Unterhaltungsriesen Disney gehörenden Sendern.

Die Ermittlungen gehen auf die Position der Regierung von Präsident Donald Trump zurück, Diversitäts-Programme und Antidiskriminierungs-Initiativen für benachteiligte Personengruppen als Diskriminierung anderer zu betrachten. Die FCC erzwang bereits bei mehreren Telekommunikations-Firmen die Aufgabe von Initiativen für Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion, die in den USA unter der Abkürzung DEI (Diversity, Equity and Inclusion) bekannt sind. Auch gegen ABC-Sender liefen seit März 2025 Ermittlungen wegen Diversitäts-Programmen - die nun eskaliert werden.

Konflikt um Kimmel

In den USA dürfte der Zeitpunkt der FCC-Forderung zur vorfristigen Lizenzerneuerung jedoch als Teil des wieder aufgeflammten Konflikts um Late-Night-Moderator Kimmel gesehen werden. Der US-Präsident und auch seine Ehefrau Melania Trump hatten ABC und Disney am Montag aufgefordert, Kimmel vom Sender zu nehmen.

Auslöser war ein Scherz Kimmels am vergangenen Donnerstag, in dem er Melania Trump «das Leuchten einer werdenden Witwe» bescheinigte. Laut Kimmel spielte er damit auf den hohen Altersunterschied des Präsidentenpaares an. Trump bezeichnete den Scherz jedoch nach dem Angriffsversuch auf die Gala der Hauptstadtjournalisten mit ihm am Samstag als Gewaltaufruf.

Sendepause im September 

ABC hatte den Moderator, der Trump nahezu täglich kritisiert, im September nach einer Äußerung über den getöteten rechten Aktivisten Charlie Kirk für mehrere Tage vom Sender genommen. Kimmel hatte damals gesagt, Mitglieder von Trumps MAGA-Bewegung (Make America Great Again) versuchten so zu tun, als gehöre der mutmaßliche Attentäter nicht zu ihnen. Es war nicht die korrekte Beschreibung der politischen Ansichten des Festgenommenen. Kimmel entschuldigte sich später. 

Konzern gibt sich kämpferisch

Disney zeigte sich in einer Reaktion unter anderem beim Sender CNBC überzeugt, dass man sich an alle Regeln halte und sich für neue Lizenzen qualifizieren werde - notfalls auch über «rechtliche Kanäle». Die Lizenzen hätten eigentlich erst 2028 und 2031 erneuert werden müssen. Jetzt gab die (FCC Federal Communications Commission) den ABC-Sendern 30 Tage Zeit.

Regierung / Medien / Fernsehen / USA / FCC / Jimmy Kimmel / Diversität
28.04.2026 · 22:07 Uhr
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