Spiders steht offenbar vor der Schließung: GreedFall-Studio vor dem Aus
Für Fans von GreedFall, Steelrising oder The Technomancer ist das eine bittere Meldung: Das französische Studio Spiders soll laut mehreren aktuellen Berichten kurz vor der Schließung stehen. Ausgangspunkt ist ein Bericht des französischen Mediums Origami, wonach der zuständige Verwalter bereits morgen, am Mittwoch, die Liquidation des Studios beantragen will, nachdem sich offenbar kein Käufer gefunden hat.
Besonders hart wirkt dabei der Ton der Berichte. Laut den Schilderungen soll im Studio in den letzten Tagen kaum noch normal an neuen Projekten gearbeitet worden sein. Stattdessen seien Lebenslauf-Updates, Bewerbungen und organisatorische Vorbereitungen auf das Ende in den Vordergrund gerückt. Auch das passt zu der Darstellung, dass intern kaum noch jemand mit einer Rettung rechnet.
Der eigentliche Auslöser liegt bei Nacon
Die mögliche Schließung kommt nicht aus dem Nichts. Spiders gehört seit 2019 zu Nacon, und genau dort hatte sich die Lage schon vor Wochen dramatisch zugespitzt. Nacon erklärte am 25. Februar 2026 offiziell, Insolvenz beantragt zu haben und eine gerichtliche Restrukturierung anzustreben. Das Unternehmen schrieb selbst, man wolle den Geschäftsbetrieb fortsetzen, Schulden neu verhandeln und Arbeitsplätze möglichst schützen. Es wurde versucht das Entwicklerstudio Spiders zu verkaufen.
Genau diese Hoffnung scheint sich nun zerschlagen zu haben. Besonders tragisch ist das Timing, weil GreedFall 2: The Dying World erst vor wenigen Wochen (Release am 10. März 2026) in seiner Vollversion veröffentlicht wurde.
Ein Studio mit klarer Handschrift verschwindet womöglich
Spiders wurde 2008 gegründet und hat sich mit Spielen wie Mars War Logs (2013), The Technomancer (2016), GreedFall (2019) und Steelrising (2022) einen festen Ruf als europäisches AA-Rollenspiel-Studio aufgebaut. Die Spiele hatten fast immer Ecken und Kanten, aber auch eine erkennbare Handschrift: eigene Welten, Rollenspielsysteme, ungewöhnliche Settings und der Versuch, mit kleinerem Budget an große Genre-Vorbilder heranzukommen. Genau deshalb trifft die mögliche Schließung viele Fans härter, als es bloße Wertungsdurchschnitte vermuten lassen würden.
Noch ist wichtig: Die Schließung ist nach aktuellem Stand berichtet, aber noch nicht durch eine eigene offizielle Mitteilung des Studios bestätigt. Die Lage wirkt allerdings äußerst ernst. Wenn der Antrag auf Liquidation wie beschrieben durchgeht, dann könnte das französische Entwicklerstudio schon sehr bald Geschichte sein.


