Strategischer Rückzug: VAE beenden Militärpräsenz im Jemen

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben kürzlich erfolgreich den Rückzug ihrer Truppen aus dem vom Bürgerkrieg geplagten Jemen abgeschlossen, wie das Verteidigungsministerium auf der Plattform X bekanntgab. Jahrzehntelang prägten erbitterte Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen regionalen Akteuren das Bild des Landes. Neben den VAE, die den südlichen Übergangsrat STC unterstützen, verfolgen auch Saudi-Arabien und der Iran in diesem Konflikt ihre Interessen. Die VAE waren traditionell mit Saudi-Arabien verbündet, um gemeinsam gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen vorzugehen, die weiterhin große Teile des nördlichen Jemens kontrollieren.
In jüngster Zeit agierten die Emirate jedoch zunehmend eigenständig, was die Spannungen mit Riad verstärkte. Die von den VAE unterstützten Separatisten expandierten auf Gebiete, die auch an Saudi-Arabien grenzen. Vergangenen Dienstag eskalierten die Spannungen, als ein saudisch geführtes Bündnis den Hafen von Mukalla bombardierte, dem die VAE vorwarfen, Waffenlieferungen an die Separatisten zu organisieren – Vorwürfe, die von Abu Dhabi rundheraus zurückgewiesen wurden.
Ein bemerkenswerter Schritt der Separatisten kündigt sich mit einem geplanten Referendum zur 'Selbstbestimmung des Südens' an. Diese Abstimmung könnte der südlichen Bevölkerung erstmals die Möglichkeit bieten, über ihre politische Zukunft frei zu entscheiden. Die potenzielle Abspaltung bedeutender Gebiete würde die VAE in ihrer Konkurrenz zu Saudi-Arabien um regionale Vorherrschaft, insbesondere in Hinblick auf strategische Häfen und Handelsrouten, wohl weiter zu Konflikten anstacheln.

