Störungsfall S-Bahn Berlin: Ein Geduldsspiel
Nutzer der Berliner S-Bahn müssen sich weiterhin in Geduld üben. In einem aufschlussreichen Interview mit dem 'Tagesspiegel' machte der Bevollmächtigte der Deutschen Bahn für Berlin und Brandenburg, Alexander Kaczmarek, klar, dass Störungen auch in den kommenden Monaten zum Alltag gehören werden.
Er offenbart damit ein Bild des gegenwärtigen Zustands, der durchaus eine Herausforderung für die Pendler und Verantwortlichen darstellt. Kaczmarek berichtete von bis zu 300 Störfällen am Tag und einem ständigen Bemühen, dem entgegenzuwirken.
Eine Taskforce hat bereits erste Ansätze zur Lösung entwickelt, jedoch sind kurzfristige Verbesserungen nicht zu erwarten. Die Probleme liegen in umfangreichen technischen Herausforderungen, wie defekten Signalen, Stellwerken, Weichen und Fahrzeugen.
Mit einem Optimismus, der sicherlich viele Pendler beruhigen dürfte, gibt Kaczmarek jedoch ein Ziel aus: Eine spürbare Verbesserung der Lage bis Ende des Jahres. Gleichwohl gibt er zu, dass es keine einfache Lösung gibt, die mit einem Zaubertrick alle Hindernisse beseitigt. Seine Botschaft ist ein Aufruf zur Geduld, auch wenn die Erwartungen der Menschen auf rasche Erleichterung gerichtet sind.

