Steigende Ölpreise: Washington erhöht Druck auf Ölabnehmer
Die Ölpreise verzeichnen am Freitagmorgen einen leichten Anstieg. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Novemberlieferung klettert um 10 Cent auf 69,52 US-Dollar. Parallel dazu steigt der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI um 21 Cent auf 65,19 Dollar. Auf die gesamte Woche gerechnet, scheint sich ein Gewinn bei den Notierungen abzuzeichnen.
Im Mittelpunkt der Marktgespräche steht derzeit der wachsende Druck von US-Präsident Donald Trump auf Länder, die russisches Öl importieren. Aktuell zielt Trumps Aufmerksamkeit auf die Türkei, deren Präsident Recep Tayyip Erdogan zum vollständigen Verzicht auf Energieeinfuhren aus Russland aufgefordert wurde.
Russlands Energiesektor generiert essentielle Einnahmen, die für die Finanzierung des anhaltenden Konflikts in der Ukraine verwendet werden. Angesichts ukrainischer Angriffe auf die russische Öl-Infrastruktur prognostiziert die Öl-Analystin Gao Mingyu von SDIC Essence Futures Co kurzfristig einen möglichen Anstieg der Ölpreise. Gleichzeitig mehren sich jedoch Signale eines Angebotsüberschusses auf dem Ölmarkt, was auf Berichte aus dem Irak zurückzuführen ist.

