Steigende CO2-Preise: Was auf Verbraucher zukommt
Zum Jahreswechsel erwartet Verbraucher eine Erhöhung des CO2-Preises, der sich auf die Kosten für Treibstoffe und Heizung auswirkt. Ziel dieser Anpassung ist es, den Klimaschutz voranzutreiben, indem ein Anreiz zur Umstellung auf klimaschonendere Technologien geschaffen wird. Die Kostenweitergabe an die Endverbraucher schlägt sich in höheren Preisen für Benzin, Diesel, Erdgas und Heizöl nieder.
Zunächst bleibt der CO2-Preis in Deutschland gesetzlich festgelegt, soll aber bald aus dem EU-Emissionshandel resultieren. Unternehmen müssen Emissionszertifikate erwerben und können diese untereinander handeln, was langfristig zu einem sinkenden Angebot und steigenden Preisen führen kann. Zum Jahreswechsel wird der Preis auf einen Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne erhöht, wobei Auktionen ab Juli 2026 geplant sind. Bis 2028 wird die Integration diverser Brennstoffe in den EU-Emissionshandel erwartet, um plötzliche Preisanstiege abzufedern.
Von steigenden Kosten sind nicht nur Autofahrer betroffen, die mit höheren Treibstoffpreisen rechnen müssen, sondern auch Haushalte, die Öl oder Erdgas zur Beheizung verwenden. Die Belastung aus dem CO2-Preis wird bei zentralen Heizsystemen zwischen Mieter und Vermieter geteilt, wobei die Energieeffizienz des Gebäudes mitentscheidend ist. Bei individuellen Verträgen können Mieter einen Teil des CO2-Preises vom Vermieter zurückfordern.
Die Emissionseinnahmen fließen in den Klima- und Transformationsfonds, der neben der Umstellung auf grünere Technologien auch weitere Projekte unterstützt. Für die Zukunft wird ein CO2-Preis von bis zu 200 Euro pro Tonne erwartet, was zu erheblichen Mehrkosten insbesondere bei fossilen Brennstoffen führen würde. Im Hinblick auf soziale Gerechtigkeit fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) Maßnahmen, die den Wechsel zu erneuerbaren Energien erleichtern.
Niklas Höhne vom New Climate Institute warnt vor einem möglichen Preissprung ab 2028, sollte das Emissionshandelssystem nicht durch gesetzliche Regelungen gebremst werden. Ein sozialer Ausgleich ist dabei essenziell, um ärmere Haushalte vor überproportionalen Belastungen zu schützen.

